Führungstreffer in der Nachspielzeit reicht Sonsbeck nicht

Viel ärgerlicher hätte es für die Fußball-A-Jugendlichen vom SV Sonsbeck gestern Vormittag auf dem neutralen Platz in Oberhausen bei Arminia Klosterhardt nicht laufen können. Beim Entscheidungsspiel gegen Duisburg 08 um den Aufstieg in die Niederrheinliga unterlag die Mannschaft um SVS-Trainer Thomas Geist mit 6:8 (1:0, 3:3. 3:3) nach Elfmeterschießen vor fast 300 Zuschauern. Dabei hatte in der Nachspielzeit Timo Evertz den Nachwuchs aus Sonsbeck mit 3:2 in Führung geschossen (90+2.). Doch unmittelbar nach Wiederanpfiff glich Abdurrahim Eraslan für die Duisburger wieder aus (90+3.), erzwang damit die Verlängerung.

Dort passierte nichts Zählbares mehr, auch wenn Sonsbeck noch die klareren Chancen besaß. So ging es schließlich ins Elfmeterschießen. Und dort unterlagen die Sonsbecker.

Dabei fing alle so gut an. Marcel Timm hatte die Sonsbecker in Führung geschossen (39.). Und dieser Vorsprung hielt auch bis zum Halbzeitpfiff. Doch dann kamen die Duisburger besser ins Spiel und drehten innerhalb von zwei Minuten die Partie. Erst war es Dennis Dervis Agca (63.), der zu Ausgleich traf, dann legte Kadir Alkis (65.) nach. Jetzt war Sonsbeck gefordert.

Zuerst nahm Sven Schuster mit seinem 2:2-Ausgleichstreffer (77.) etwas den Zwang aus den Sonsbecker Angriffsbemühungen. Die Mannschaft war wieder im Geschäft. Als Timo Evertz dann tatsächlich die erneute Führung gelang, stand die SVS-A-Jugend bereits mit einem Bein in der Niederrheinliga, in der sie zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte vorgestoßen wären. Doch sie versäumten es, das andere Bein hinterherzuziehen. Eine Standardsituation von rechts mit einem Gewühl im fünf-Meter-Raum sorgte für den erneuten Ausgleich. SVS-Keeper Joshua Steinbach war völlig schuldlos daran.

Doch der Rest ist bereits Geschichte. Das Elfmeterschießen ging an die Duisburger. Lediglich Jonathan Brilski, Sipan Omar und Sven Schuster trafen für den SVS. Die Duisburger leisteten sich keinen Fehlschuss.

„Es war ein Drama“

„Es war ein Drama“, sagte nachher Thomas Geist. „Aber es war auch ein tolles Spiel von beiden Seiten. Und eigentlich hatten es beide Mannschaften verdient aufzusteigen. Doch das geht leider nicht“, zeigte sich der Sonsbecker Trainer im Anschluss als fairer Sportsmann. „Für meine Jungs ist es natürlich eine bitter Sache. Die Mannschaft hat alles gegeben, war so dicht dran an dem Einzug in die Niederrheinliga. Es ist aber auch kein Beinbruch. Wir müssen allerdings wieder von vorne anfangen. Doch die Mannschaft bleibt so zusammen. Und auch solch eine Niederlage gehört zum Fußball dazu. Zwar sind alle enttäuscht, aber sie sammeln dadurch auch entsprechende Erfahrung.“ Erfahrung, die in Zukunft in einer ähnlichen Situation sicherlich helfen kann, versucht Geist selbst aus dieser äußerst unglücklichen Niederlage das Positive herauszukitzeln.

SVS: Joshua Steinbach, Timo Evertz (91. Sipan Omar), Max Giesen, Malte Roeling, Marcel Timm, Luca Terfloth, Raphael Mandel (87. Felix Ingenillem), Kosta Jovic, Max Hans, Jonathan Brilski, Klaus Keisers (74. Sven Schuster).

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