Eine rasante Aufholjagd

Hatte starke Szenen in beiden Mannschaftsteilen: Vanessa Dings warf gestern Nachmittag zwei Tore. Foto:Christoph Karl Banski
Hatte starke Szenen in beiden Mannschaftsteilen: Vanessa Dings warf gestern Nachmittag zwei Tore. Foto:Christoph Karl Banski
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo

Es war ein Spitzenspiel der krassen Gegensätze. Selten lagen Freude und Enttäuschung so nahe beieinander. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort hatten dieses Mal das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite, gewannen das Top-Spiel der beiden bis dato verlustpunktfreien Teams gegen die TSG Ober-Eschbach nach deutlicher Leistungssteigerung verdient mit 21:16 (7:10). Die Mannschaft von Trainerin Bettina Grenz-Klein verteidigte somit den Platz an der Sonne.

Man konnte sehen: Die TuS-Spielerinnen hatten sich für dieses Spiel einiges vorgenommen. Die Mannschaft besaß ein Konzept, ließ den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen. Es sah ordentlich aus, Torchancen folgten daraufhin. Aber genau darin lag die Krux: Die Spielerinnen vergaßen, dass zu einem erfolgreichen Handballspiel auch das Torewerfen gehört. Es fehlte wohl an Konzentration, ein wenig auch an Mumm. Lintfort versagte in der Startphase neben zahlreichen richtig guten Möglichkeiten zu allem Überfluss auch noch dreimal vom Siebenmeterpunkt.

Gast führt mit 9:4

Nun war die Verunsicherung da, die niemand wollte – Hektik zog ein. Die Deckungsleistung erwies sich sogar als recht solide. Das Zusammenspiel mit den schwachen Torhüterinnen Marie Groetelaers und Nicole Hillig aber nicht. Ober-Eschbach war nun am Drücker, führte deutlich mit 9:4 (21. Minute). Lintfort lief seiner Form hinterher, sehnte den Pausenpfiff herbei.

In den zweiten 30 Minuten wurde es dann endlich besser. Die Mannschaft schöpfte in der Halbzeitpause frischen Mut, richtete sich neu aus, vertraute dabei in erster Linie ihren kämpferischen Tugenden. Wichtig war auch, dass die Spielerinnen zur Ruhe kamen, die Hektik über Bord warfen und sich fortan auf das Wesentliche konzentrierten. Insbesondere der kampfbetonte Deckungsauftritt erwies sich als richtungweisend. Angeführt von einer nie aufgebenden Caroline Mook kam immer mehr Stabilität ins Gefüge.

Natürlich darf auch die enorme Leistungssteigerung von Torhüterin Nicole Hillig nicht unerwähnt bleiben. Ihre nun zahlreichen Paraden, hinterließen beim immer schwächer werden Gegner, der sichtlich Federn ließ, Eindruck.

Dass der TuS Lintfort die Partie mit seiner gewohnt souveränen Art drehte, war auch das Ergebnis einer immer effizienteren Chancenverwertung. Die Mannschaft spulte nicht nur ihr Konzept ab, sondern traf im Gegensatz zu Hälfte eins. Ein Sonderlob hat sich mit Sicherheit Naina Klein verdient, die ihre Möglichkeiten eiskalt im TSG-Kasten unterbrachte.

„Es war ganz bestimmt kein schönes Spiel, aber meine Mädels haben sich nach einer Hälfte mit einer miserablen Chancenverwertung deutlich gesteigert und verdient gewonnen“, freute TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Wir kamen nach dem Seitenwechsel immer besser in Tritt, haben uns mit einer kämpferischen Einstellung Sicherheit geholt.“

 
 

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