Ein Traum geht in Erfüllung

So jubeln Spielerinnen,  die gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind: (von links im Uhrzeigersinn) Caroline Mook, Vanessa Dings, Jana Willing, Tatjana van den Broek, Harma van Kreij, Marie Groetelaers, Leonie Lambertz, Eefje Huijsmans, Nicole Hillig, Naina Klein, Katharina Hufschmidt, Angelika Bensch und Eva Legermann. Foto:Christoph Karl Banski
So jubeln Spielerinnen, die gerade in die 2. Bundesliga aufgestiegen sind: (von links im Uhrzeigersinn) Caroline Mook, Vanessa Dings, Jana Willing, Tatjana van den Broek, Harma van Kreij, Marie Groetelaers, Leonie Lambertz, Eefje Huijsmans, Nicole Hillig, Naina Klein, Katharina Hufschmidt, Angelika Bensch und Eva Legermann. Foto:Christoph Karl Banski
Foto: Christoph Karl Banski / FUNKE Fo

Kamp-Lintfort..  Diese Momente gilt es einfach zu genießen. Nicht alle Tage gewinnt man in einem Sportlerleben wichtige Endspiele. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben das Kunststück gestern Nachmittag vollbracht, siegten in der ausverkaufen Eyller Halle vor mehr als 800 Zuschauern im Relegations-Rückspiel gegen die HCD Gröbenzell verdient mit 24:21 (13:10). Damit ist nach der knappen 18:19-Hinspielniederlage der vielumjubelte Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. Die TuS-Spielerinnen beschenkten sich damit selbst, krönten eine Saison mit vielen Höhen, aber auch einigen Tiefen.

Bereits einige Minuten vor dem Abpfiff war die Stimmung auf dem Siedepunkt. Die Fans erhoben sich von ihren Sitzen, feuerten ihre Mannschaft nochmals lautstark an. Als die Schlusssirene endlich ertönte, uferten die Jubelstürme aus – ob in netten Tänzchen, einer gebührenden Sektdusche oder einfach nur Fröhlichkeit – der TuS Lintfort war am Ziel seiner Träume.

Sehr fokussiert

Die TuS-Spielerinnen waren von Beginn an sehr fokussiert. Man konnte die Konzentration förmlich spüren. Und wie sollte es auch anders sein? Die Gastgeberinnen kämpften sich in der eigenen Defensivabteilung stark. Ob Harma van Kreij und Vanessa Dings im Innenblock oder Caroline Mook und Tatjana van den Broek auf den Halbpositionen – die Einstellung war erstklassig. Torhüterin Marie Groetelaers trug auch ihren Anteil bei.

Im Angriff überraschte eine Mischung aus Abgeklärtheit und Ruhe, aber zum richtigen Zeitpunkt wurde auch das Tempo erhöht. Vor allem Eefje Huijsmans präsentierte sich in bester Laune. Ihre abgezockten Würfe und Anspiele konnten sich sehen lassen. Das krasse Gegenteil, aber nicht minder gefährlich,war Harma van Kreij. Ihre präzisen Gewaltwürfe fanden oft den Weg in die Maschen. Lintfort war das klar bessere Team gegen eine Mannschaft aus Gröbenzell, die nervös und in manchen Phasen überfordert wirkte. Das einzige Manko aus TuS-Sicht war die magere Drei-Tore-Führung zur Pause.

Die Gastgeberinnen bauten nach dem Seitenwechsel umgehend Druck auf. Das Team funktionierte als Kollektiv, ließ in seinem Bestreben nicht locker und hatte alles unter Kontrolle. Die TuS-Spielerinnen schienen nach dem 21:13-Zwischenstand in der 44. Minute schon durch zu sein. Aber es schlichen sich Nachlässigkeiten ein. Lintfort machte mit einer inkonsequenten Chancenverwertung den Gegner wieder stark.

Gröbenzell kam auf drei Tore (20:23) heran – dann war aber Schluss. „Die Mannschaft hat super gespielt“, freute sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein.

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