Ein halbes Jahrhundert für den Sport

Sechs der zwölf Gründer im Saale Hackstein in Hochkamer im Jahr 1965: (vorne, von links) Norbert Sievers, Karl Tebarth, Günter Neu und Klaus Tebarth; (hinten, von links)
Sechs der zwölf Gründer im Saale Hackstein in Hochkamer im Jahr 1965: (vorne, von links) Norbert Sievers, Karl Tebarth, Günter Neu und Klaus Tebarth; (hinten, von links)

Natürlich bei Winters, bei Hermann Winters in der Gaststätte wurde der Tischtennis-Club Blau-Rot Schaephuysen gegründet. Wo sonst. In dem – mittlerweile – Ortsteil von Rheurdt hat sich auch vor 50 Jahren schon das halbe Leben von Schaephuysen abgespielt. Denn so alt wird der TTC Schaephuysen nun.

Damals, am 6. Juni 1964, saßen Manfred Basten, Lothar Bauer, Fritz Dahmen, Hans Peter Dahmen, Otto Dahmen, Ernst Gerhard Elders, Gerhard van der Giet, Peter Hoesemans, Günter Neu, Norbert Sievers, Karl Tebarth und Klaus Tebarth zusammen, erinnern sich Klaus Tebarth und Norbert Sievers noch ganz genau.

Und bei Winters wurden nicht nur die Pläne für die Vereinsgründung geschmiedet, sondern auch trainiert. Im Saal in der ersten Etage, auf zwei Platten. Einmal in der Woche. Doch die Erschütterungen waren für die Holzdecke und vor allem für die Gäste darunter zu viel. Der junge Verein musste umziehen. In zwei Garagen des allerersten 1. Vorsitzenden Günther Neu. Doch die waren nicht nur zu klein sondern der Boden auch viel zu uneben. Wer „unten“ stand, war aufgrund seiner Position bereits einen halben Meter in der Defensive.

Die Schaephuysener gaben nun ein Intermezzo im Saal bei Hackstein in Hochkamer. Ab Sommer 1965 ging es dann im Saale der Schaephuysener Gaststätte Hauser – dienstags und freitags – auf zwei Platten weiter. Unter Glasleuchtern.

1965 um den Meistertitel

Der TTC wurde im Juli 1965 Mitglied im Westdeutschen Tischtennisverband (WTTV), spielte nun mit zwei Vierer-Mannschaften in der 2. Kreisklasse um die Meisterschaft. Im Herbst 1966 wurden die ersten Damen Mitglieder. 1969 stiegen die ersten Herren als Tabellenzweite in die 1. Kreisklasse auf.

Nur die Jugend musste noch warten. Aus Platzgründen. Doch als die Turnhalle 1971 gebaut wurde, gab es auch eine Jugendabteilung. 24 Schüler, 15 Jugendliche, 18 Herren, 15 Damen und zwei Mädchen spielten mittlerweile beim TTC. Nach einigen Auf-, Abstiegen, Ab- und Neuzugängen stabilisierte sich 1997 das sportliche Geschehen und ging bis 2011 quasi nur noch bergauf. Bis in die dritthöchste deutsche Spielklasse, die Regionalliga.

Die Schaephuysener schnupperten sogar an der 2. Bundesliga. Doch 2011 musste die Regionalligamannschaft wegen fehlender Sponsorengelder zurückgezogen werden (wir berichteten). Seitdem spielen die 1. Herren in der Bezirksklasse.

Die TTC-Damen tummelten sich seit 1996 ständig in der Bezirksklasse und haben mit ihrem Aufstieg bis zum Jubiläumsjahr gewartet. Das Team tritt nun in der Bezirksliga an.

Im Jahre des 50-jährigen Bestehens nimmt der TTC mit neun Mannschaften am Meisterschaftsbetrieb des Kreises Krefeld und des Bezirks Düsseldorf teil, eine Damenmannschaft, vier Herrenmannschaften, in der Bezirksklasse, 1. Kreisklasse, 2. Kreisklasse und Hobbyklasse sowie vier Schülerteams. 172 Mitglieder hat der Club heute 33 davon sind Jugendliche und Schüler.

Im heutigen geschäftsführenden Vorstand engagieren sich mit Klaus Tebarth, Fritz Dahmen und Norbert Sievers noch drei Gründungsmitglieder von 1964. Zahlreiche andere Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich schon seit vielen Jahren.

Denn neben dem Tischtennissport haben sich die Blau-Roten auch die Geselligkeit auf die Fahnen – pardon – in die Satzung geschrieben. Nicht nur die Pflege und Förderung des Sports, sondern auch gesellige Zusammenkünfte und festliche Veranstaltungen sollen gefördert werden.

Kameradschaft und Geselligkeit

„Durch solches Beisammensein soll auch die Kameradschaft und Verbindung der Mitglieder untereinander herbeigeführt beziehungsweise vertieft werden“, ist dort zu lesen. Menschlich und vernünftig. Und nicht nur deshalb wird der 50. Geburtstag des TTC Blau-Rot Schaephuysen entsprechend gefeiert (Programm: siehe links).

 
 

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