Drei Talente trainieren beim 1. FC Köln wie die Profis

Sie hatten viel Spaß: (von links) Tommy Hai-Vo, Jochen Horster, Benjamin Grunert, Willi Breuer und Flo B.
Sie hatten viel Spaß: (von links) Tommy Hai-Vo, Jochen Horster, Benjamin Grunert, Willi Breuer und Flo B.

Jochen Horster, Fußballtrainer des Wittfeld Wohnverbund der Grafschafter Diakonie Moers, ein Wohnheim für psychisch gehandicapte Menschen, und drei seiner Schützlinge waren jetzt zum Fußball-Leistungszentrum nach Köln/Frechen eingeladen.

Der ehemalige Bundestrainer der gehandicapten Nationalmannschaft und jetzige Bundesligatrainer der Frauen beim 1. FC Köln, Willi Breuer, nahm die drei Talente Tommy Hai-Vo, Benjamin Grunert und Flo B. des Wittfeld Wohnverbundes unter seine Fittiche.

Einen Vormittag lang konnten die drei Talente „wie die Profis” auf der Platzanlage des 1. FC Köln trainieren. Der dabei anwesende Trainer Jochen Horster war begeistert. „Das Trainingsgelände ist fast so gut wie beim VfL Repelen”, scherzte er. „Es ist schon klasse, wenn deine Jungs auf dem FCK-Gelände trainieren, während auf dem Platz nebenan die Profis ebenfalls trainieren. Das hat ja auch etwas von Inklusion.“

Zufrieden mit den Moerser Jungs

Willi Breuer war sehr zufrieden mit den Moerser Jungs, besonders mit Torhüter Flo B. „Die Jungs haben sich hier sehr gut verkauft und ich bin stolz, das die drei das durchgehalten haben”, so Trainer Horster. Im FLZ würden die Fußballer ein kombiniertes Angebot aus Ausbildung, Training und pädagogischer Unterstützung bekommen. Das bietet die Möglichkeit, Fußball als Leistungssport in Form einer Beschäftigung in einer Werkstatt für gehandicapte Menschen auszuüben.

Basis für dieses Angebot ist die Kooperation mit den Partnern Landschaftsverband Rheinland (LVR), Gemeinnützige Werkstätten Köln und Agentur für Arbeit. Durch regelmäßige Praktika in verschiedenen Berufsfeldern wird den Teilnehmern geholfen nach Beendigung der aktiven Fußballzeit einen direkten beruflichen Anschluss in einer Werkstatt für gehandicapte oder in einen Betrieb auf den Arbeitsmarkt zu finden.

„Das wäre schon toll. Ein professionelles Trainerteam, Sportstätten und Wohnen vor Ort, die Kooperation mit dem 1. FC Köln und umfangreiche schulische, berufliche und soziale Qualifizierungsprogramme“, so Horster. „Ein Traum. Hier werden die besten Talente Deutschlands optimal gefördert.“

 
 

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