Das Maß aller Dinge

Der TuS Lintfort ist das Maß aller Dinge. Die Drittliga-Handballerinnen haben die Konkurrenz derzeit fest im Griff. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein haben gestern Nachmittag im Spitzenspiel gegen die TSG Eddersheim einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, gewannen das Duell der beiden bis dato verlustpunktfreien Vereine in souveräner Manier mit 26:15 (14:5). Angemerkt sei aber auch: Die Gäste mussten auf drei Stammkräfte verzichten.

Gute Lösungen

Lintfort fand gut in die Partie, trotz einer sofortigen kurzen Deckung gegen Harma van Kreij. Regisseurin Eefje Huijsmans zeigte große Spielfreude. Die Mannschaft hatte Lösungen parat, aber auch das dazu gehörige Personal. Insbesondere Vanessa Dings entwickelt sich immer mehr zu einer Führungspersönlichkeit. Sie übernimmt in vielerlei Hinsicht Verantwortung – als eiskalte Vollstreckerin von der Kreisposition oder in der Deckung als Expertin für Sonderaufgaben. Auch Lintfort vertraute in der Verteidigung auf eine verschobene 5:1-Variante. Und was alleine das Trio Caroline Mook, Harma van Kreij und Angelika Bensch hinten am Kreis abräumte, war aller Ehren wert. Die Hausherrinnen lieferten bis zum Pausenpfiff eine tadellose Leistung ab.

Es lief wie am Schnürchen, das Team setzte sich kontinuierlich ab. Eddersheim war schlichtweg überfordert, hatte nicht die Mittel, um sich aus der Bedrängnis zu befreien. Die Vorentscheidung war somit schon nach den ersten 30 Minuten gefallen.

Nach dem Seitenwechsel war der große Druck vom Kessel. Der TuS Lintfort behielt zwar zu jeder Phase des Spiels die Kontrolle, aber das große Spektakel war vorbei. TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein ließ nun alle Spielerinnen an den „Festlichkeiten“ teilhaben. Die Partie gestaltete sich aber in der Folgezeit recht ausgeglichen. Lintfort tat nicht mehr, und Eddersheim konnte nicht mehr.

„Eine kurze Abtastphase reichte, ehe meine Spielerinnen Fahrt aufnehmen konnten“, freute sich Bettina Grenz-Klein. „Unser taktisches Mittel, die Deckung auf eine 5:1-Formation auszurichten, erwies sich im Nachhinein als goldrichtig. Unsere stabile Defensive war letztendlich der Schlüssel zum Erfolg. Es war ein guter Auftritt.“

 

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