Da ist der Wurm drin

Derzeit ist mal so richtig der Wurm drin: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort schwächeln im Meisterschaftsrennen. Die Mannschaft verlor durch eine neuerliche 24:28 (11:14)-Niederlage beim 1. FC Köln entscheidend an Boden. Der TuS Lintfort ist somit nach der zweiten Schlappe innerhalb von nur vier Tagen (Leverkusen/23:26) auf Tabellenplatz vier abgerutscht.

Viel Hektik

Die Gäste vom linken Niederrhein führten während der gesamten Begegnung nur ein einziges Mal – und das beim Stand von 1:0. Köln übernahm in der Folgezeit die Regie, stellte die kompaktere Einheit. Lintfort hingegen machte – wie schon in Leverkusen – vieles falsch. Die Mannschaft findet momentan einfach nicht die gewohnte Souveränität, verfällt genau ins Gegenteil und lässt Hektik walten. Immer wieder wurden zahlreiche, falsche Entscheidungen getroffen – ob bei Anspielen, Pässen oder Torwürfen. Daraufhin wuchs die Verunsicherung, und das Team spielte sich um Kopf und Kragen.

Erst mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde es besser. Stabilität hielt Einzug als wichtige Grundlage, wovon vor allem die Deckungsarbeit profitierte. Der Gast nahm nun den Kampf an, mit gewohnter Aggressivität und Ausstrahlung. Torhüterin Laura Graef war in dieser Phase ein starker Rückhalt.

Lintfort war auf einem guten Weg, schob sich Stück für Stück an Köln heran. Und die Aufholjagd wurde belohnt: Lintfort hatte seinen Kontrahenten beim Spielstand von 20:21wieder (49.) in Schlagdistanz.

Doch was passierte? Die Mannschaft wurde von den alten Schwächen eingeholt, leistet sich unnötige Fehler, brachte Spielzüge nicht zu Ende, bevorzugte lieber schnelle Abschlüsse. Die Quittung folgte auf den Fuß: Köln behielt die Nerven, oft in Person von Ex-TuS-Spielerin Vanessa Idelberger, die insgesamt neunmal traf.

„Die Niederlage geht in Ordnung“, erklärte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Meine Mannschaft muss sich nun ganz schnell wieder finden. Wir sind in Köln einfach auseinander gefallen. Die nötige Geschlossenheit gerade in den entscheidenden Phasen, die uns in der Vergangenheit richtig stark gemacht hat, ist momentan nicht zu erkennen.“

TuS: Groetelaers, Graef – Dings, Legermann, van den Broek 10/2, Fillgert 2, Klein, Schulz 1, Mook, Bensch 1, Huijsmans 5/3, Lambertz 1, van Kreij 4 .

 
 

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