Bobby Kooy will mit dem MSC auf Platz vier

Bobby Kooy soll Janis Smedins beim Volleyball-Bundesligisten Moerser SC ersetzen und spielt auf der Annahme/Außen-Position. Am kommenden Mittwoch beginnt für die „Adler“ die Bundesliga-Saison
Bobby Kooy soll Janis Smedins beim Volleyball-Bundesligisten Moerser SC ersetzen und spielt auf der Annahme/Außen-Position. Am kommenden Mittwoch beginnt für die „Adler“ die Bundesliga-Saison

Das Volleyball-Bundesligateam des Moerser SC wird in der kommenden Spielzeit wiederum mit einem holländischen Trio antreten. Neben Michael Olieman und Ewoud Gommans wird Neuzugang Bobby Kooy bei den „Adlern“ aufspielen. Er wird auf der Annahme/Außen Position agieren und die Position von Janis Smedins übernehmen.

Die deutsche Bundesliga zählt international nicht gerade zu den Top-Adressen für Spieler aus dem Ausland. So steht denn auch die Staatsliga in Russland ganz oben auf der Wunschliste für MSC-Neuzugang Bobby Kooy: „Italien und Polen haben einen sehr guten Ruf und höchstes Niveau. Aber Russland hat wohl die stärkste Liga in Europa und da werden auch die höchsten Gehälter bezahlt.“

Realist Kooy weiß aber auch, dass bei seinem jugendlichen Alter der Schritt in die Topliga noch nicht möglich ist. Der 21-jährige aus Amsterdam verbringt beim MSC sein erstes Auslandsjahr und muss sich erst einmal in der deutschen Bundesliga beweisen. Nach mehreren Jahren in der schwachen holländischen Ehrendivision.

Im letzten Jahr spielte er bei Langhenkel Doetinchem (Meister und Supercup), davor ein Jahr bei Martinus Amstelveen und davor bei Omniworld Almere. Nun will der Annahme/Außen-Spieler erst einmal beim MSC „Fuß fassen“ und sich in der Stammsechs etablieren. Kooy: „Ich muss hier Leistung bringen, bevor ich anfange von größeren Aufgaben zu träumen. Ich weiß, dass man beobachtet wird – es geht nur über Leistung.“

Drei Spielzeiten in Modena

Das weiß Kooy auch von seinem vier Jahre älteren Bruder Dick, der schon drei Spielzeiten in Modena in Italien absolviert hat, über zahlreiche Berufungen in die holländische Nationalmannschaft verfügt und der das ganz große Vorbild von Bobby Kooy ist. „Durch meinen Bruder Dick bin ich mit 14 Jahren zum Volleyball gekommen. Mein Bruder ist die erste Adresse für alle Volleyballfragen.“

Bobby Kooy weiß, dass er noch relativ jung ist und sieht sich auch selbst als Lernenden: „Ich muss mich noch im Bereich Block und Feldabwehr verbessern – das ist für mich klar. Auch meine Stärken im Bereich Angriff und Aufschlag sind noch verbesserungsfähig – es gibt im Volleyball immer etwas zu verbessern.“

Das weiß Bobby Kooy auch von einem prominenten Verwandten: Der legendäre holländische Internationale (Goldmedaillengewinner) Ron Zwerver ist sein Onkel. Damit ist Kooy der zweite Holländer im MSC Team mit prominenter Verwandtschaft: der Onkel von Ewoud Gommans ist der aktuelle niederländische Nationaltrainer Edwin Benne.

Bobby Kooy ist überzeugter Holländer. Er spielte in der Juniorennationalmannschaft (Indoor und Beach) und sieht es als eine Ehre, für sein Land zu spielen. Kooy: „Ich hoffe, ich komme bald wieder in den nationalen Kader, aber die Konkurrenz ist stark.“

Seine Lieblingsstadt ist seine Geburtsstadt Amsterdam, sein Lieblingsverein ist Ajax Amsterdam und sein Topsportler ist und bleibt der „holländische Beckenbauer“ Johan Cruyff. Könnte er für vier Wochen in die Rolle eines anderen Menschen schlüpfen, so würde er den holländischen Fußballer Robin van Persie (Manchester United) wählen.

Traumreise in die USA

Eine Traumreise würde er in die USA unternehmen. „Quer durch, mit allen Bundesstaaten.“ Die Westküste fände dabei sein besonderes Interesse, „da, wo Beachvolleyball entstanden ist und wo es immer noch auf ganz hohem Niveau gespielt wird.“ Immerhin landete Kooy mit seinem Partner bei der letzten Junioren Beach-WM auf Platz neun.

Jetzt will Kooy jedoch erst einmal mit dem Moerser SC „richtig gut abschneiden“. Kooy: „Ich glaube wir haben eine gute Mannschaft und ich will mindestens so ein Resultat wie letztes Jahr: Platz vier. Ich habe gehört, dass die Mannschaft in der Rückrunde wieder in Moers spielen wird, da dürfen wir die Fans in Moers nicht enttäuschen und müssen uns stark präsentieren.“

 
 

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