23:23! TuS Lintfort weiß sich zu steigern

Kamp-Lintfort..  Die Zufriedenheit überwiegt. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort erkämpften sich bei der Heimpremiere in der gut besuchten Eyller-Sporthalle gegen die TG Nürtingen ein wohl insgesamt leistungsgerechtes 23:23 (10:14)-Unentschieden.

Aber die Gastgeberinnen taten sich zunächst schwer. Mit großer Wahrscheinlichkeit lag es auch an der Nervosität. Denn die Spielerinnen erreichten nicht die so wichtige „positive Stimmung“. Dieses Defizit kam vor allem in der Deckung zum Tragen: Die Mannschaft fand nicht ihren Rhythmus, verstand es nicht ihre Gegenspielerinnen anzulaufen und wie gewohnt in letzter Konsequenz zu stellen. Insbesondere die beiden „Halben“ der Gäste, Lea Schuhknecht und Verena Breidert, profitierten von diesen Nachlässigkeiten.

Viele „Fahrkarten

Lintfort lief daher Torrückständen hinterher, weil es auch im Angriff nicht optimal klappte. Insgesamt gab es zu viele „Fahrkarten“, aber auch die Summe der zahlreichen persönlichen Fehler war zu hoch.

Doch der TuS-Mannschaft gelang es mit Anpfiff der zweiten 30 Minuten, den zuvor festen und ungeliebten Knoten zu durchschlagen. Mit welchem Feuer sich das Team fortan seinen Fans präsentierte, mit welcher Hingabe und Leidenschaft es ablief, war schon beeindruckend.

Der TuS Lintfort agierte nun nur noch im „Kampfmodus“, stellte seinen Gegner bloß und drehte in wenigen Minuten, mit einem 6:0-Lauf, das Spiel komplett auf den Kopf. Nürtingen war sichtlich angeschlagen, zeigte Nerven und verlor die Kontrolle.

Aus Lintforter Sicht war es schön anzuschauen, dass sich alle Spielerinnen in den Dienst der Mannschaft stellten. Ob mit einer überragenden Körpersprache in der Defensive oder mit sehenswerten Tore in der Offensive. Der TuS schien dem Sieg sehr nahe, führte schon mit 22:18 und 23:20. Doch in den letzten Minuten zeigten die TuS-Spielerinnen erneut Nerven, hatten Pech oder verwarfen mehrfach freistehend. Nürtingen seinerseits schlug aus dieser hektischen Situation Kapital und entführte noch einen Punkt aus Lintfort.

„Wir hatten ein geiles Comeback nach der Halbzeit“, erklärte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. „Zum Schluss fehlte uns ein wenig Glück. Ich bin mit der Punkteteilung zufrieden.“

 
 

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