20-jähriger Moerser Marc Leske ist der Schlagmann im U23-Achter

Uwe Zak
Schlagmann Marc Leske (vorne links, am Riemen) ist deutscher Meister mit dem U23-Achter.
Schlagmann Marc Leske (vorne links, am Riemen) ist deutscher Meister mit dem U23-Achter.
  • Marc Leske ist deutscher Meister im Rudern
  • Der 20-jährige Moerser startet bei der Weltmeisterschaft
  • Bundestrainerin Brigitte Bielig beruft ihn zum Schlagmann

Moers. Da hat sich ja der „Ausflug“ für Marc Leske nach London zum traditionellen „Boat Race“ richtig gelohnt. Und natürlich sein unermüdliche Trainingsfleiß. Denn der Moerser Ruderer, Moerser Sportler des Jahres 2013, wurde jetzt mit dem Achter der Rudergemeinschaft Olympischer RC Rostock, RK am Baldeneysee, Lübecker RG, Schweriner RG, RV Dorsten, Crefelder RC und RG Treis-Karden Deutscher U23-Meister. In Hamburg, auf der Dove Elbe. Dorthin mussten die Titelkämpfe nämlich verlegt werden, nach dem auf dem Baldeneysee in Essen die Verkrautung, also der Grünbewuchs, das Rudern unmöglich gemacht hatte.

Zwar wäre das für den 20-jährigen Marc Leske fast vor der Tür gewesen, doch, wie berichtet, fühlt er sich augenscheinlich überall pudelwohl. In London oder Hamburg. Solange er sich in einem Boot mächtig in die Riemen legen kann.

Das tat Marc Leske in Hamburg mit Malte Daberkow, Jakob Schneider, Timm Kraus, Finn Knüppel, Christopher Reinhardt, Laurits Follert, Jacob Schulte-Bockholt und Jonas Wiesen. Bei den nationalen Titelkämpfen wurde er übrigens in eine besonders verantwortungsvolle Position gebracht. Denn Bundestrainerin Brigitte Bielig hat den Moerser nun als Schlagmann des deutschen U23-National-Achters nominiert.

Sehr gute Leistung gezeigt

„Marc zeigte mit seinem Zweierpartner Christopher Reinhardt aus Dorsten bereits vor fünf Wochen in Hamburg schon eine sehr gute Leistung im Kleinboot und legte damit eine gute Ausgangsposition zur Nominierung in die Nationalmannschaft“, freute sich auch Papa Stefan Leske. Er weiß auch, dass der U23-Achter an der Waterkant eigentlich seine große Klasse der vergangenen Wochen bestätigen konnte. „Wir konnten in Hamburg erneut zeigen, dass wir national der schnellste Achter sind und in Rotterdam voll angreifen wollen“, so der Moerser. Denn obendrein brachte der Titelgewinn auch noch die Nominierung zur Weltmeisterschaft vom 21. bis 26. August in Rotterdam mit sich.

Dass Marc Leske als Schlagmann im Boot sitzt, bedeutet für ihn auch die Erfüllung eines großen Wunschs: Quasi als der Chef im olympischen Nachwuchsachter zu starten. Allerdings war es keine Selbstverständlichkeit, dass die Ruder-Wettkämpfe in Hamburg nicht ins Wasser gefallen sind. Denn sehr starker Hitze, Sonnenschein und die ein oder andere Unwetterwarnung lösten sich ab. Teilweise mussten die Wettkämpfe dann auch immer wieder unterbrochen werden. Doch am Ende wurden alle Rennen gestartet.

Marc Leske startete in Hamburg übrigens auch noch im Vierer ohne Steuermann. Dort sicherte er sich schließlich noch die deutsche Vizemeisterschaft.

Bis zur Weltmeisterschaft muss der Moerser sich nun in etlichen weiteren Trainingswochen am Olympiastützpunkt in Dortmund fit halten und möglichst verbessern. Die letzten drei Wochen vor der Weltmeisterschaft erlebt der Moerser dann mit der gesamten Nationalmannschaft im Trainingslager in Ratzeburg.

Doch zuvor steht am Wochenende für den deutschen U23-Achter die „weltweit größte und legendäre Henley Royal Regatta in England“ auf dem Programm, so Papa Stefan Leske. Inklusive dem Grand Challenge Cup für die Achter der Männer. Stefan Leske weiß, dass selbst das englische Königshaus sich einen Besuch des Wettbewerbs „nicht entgehen lassen wird.“

Wieder auf der Themse unterwegs

Dort trifft der Moerser dann auf einige Boote, die in diesem Jahr auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro kurz vorher Station machen. Kurzum: In England kommt die internationale Weltspitze zusammen.

Und damit schließt sich dann der Kreis: Denn die „Henley Royal Regatta“ wird wieder auf der Themse ausgetragen. Nur nicht in London sondern in Henley-on-Thames.