Wolfgang Leipertz: „Langsam wird es zur Kopfsache“

Für Wolfgang Leipertz, Offensivakteur des Landesligisten BSV Menden, ist an Fußballspielen derzeit nicht zu denken.
Für Wolfgang Leipertz, Offensivakteur des Landesligisten BSV Menden, ist an Fußballspielen derzeit nicht zu denken.
Foto: Sportpresse Reker, Dietmar Reker

Menden.. Eigentlich ist der gegnerische Strafraum sein Revier. Doch zurzeit befindet sich Wolfgang Leipertz, Fußballer des Landesligisten BSV Menden, auf einer Odyssee durch die Wartezimmer einiger Arztpraxen. Das rechte Knie des torgefährlichen Offensivakteurs bereitet Probleme.

Am 13. November im Spiel seines BSV beim Hasper SV (1:2) erzielte Wolfgang Leipertz das 1:1, musste aber anschließend in der ersten Halbzeit noch ausgewechselt werden. Eine Knochenstauchung im rechten Knie wurde diagnostiziert. Doch noch niederschmetternder waren die weiteren Worte des Mediziners – der ihm immerhin schon am Meniskus operiert hatte – über das besagte Knie.

„Das Knie ist instabil und es gibt einen Knorpelschaden. Er empfahl mir, in absehbarer Zeit mit dem Fußball aufzuhören. Ansonsten bräuchte ich mit 50 ein neues Knie“, gibt Wolfgang Leipertz den ärztlichen Befund wieder.

Worte, die den BSV-er ins Mark trafen. „Ohne Fußball kann ich einfach nicht“, verdrängte er den Gedanken ans Aufhören schnell ins Abseits. Ein weiterer Mediziner wurde aufgesucht. Dessen Diagnose war aber auch nur indirekt besser. Der vermutete ein defektes Kreuzband als Ursache allen Übels. Ein operativer Eingriff würde Klarheit bringen. Auch nicht gerade motivierende Aussichten.

„So langsam wird es auch eine Kopfsache“ will Wolfgang Leipertz die Belastung bei allem Optimismus nicht verschweigen. Dies wird beim Blick auf die Muskulatur am rechten Bein von Wolfgang Leipertz deutlich. „Das hat fünf Zentimeter weniger Umfang als das linke Bein“, so der Fußballer.

Jetzt sollen weitere Diagnosen von anderen Medizinern eingeholt werden. Und dabei will er sich nicht auf die hiesigen Regionen beschränken – in der Hoffnung, dass es doch noch eine konservative Lösung gibt.

„Ich hoffe, dass ich in der Rückrunde vielleicht doch noch auflaufen kann“, sagt Leipertz, der unbedingt seinen Teil zur Mission Klassenerhalt des BSV Menden beitragen möchte.

Nicht nur seine Teamkollegen wünschen sich das.

 

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