TVS-Erfolgsformel: Ohne Harz zum 26:24-Triumph

Starke Leistung im umkämpfen Match bei VfS Warstein: Tobias Birk (links/hier im Zweikampf mit Gasteber-Shooter Lars Schorlemer) und der TV Schwitten
Starke Leistung im umkämpfen Match bei VfS Warstein: Tobias Birk (links/hier im Zweikampf mit Gasteber-Shooter Lars Schorlemer) und der TV Schwitten
Foto: Georg Giannakis
Das war nicht unbedingt zu erwarten: Handball-Landesligist TV Menden-Schwitten landete beim überaus heimstarken VfS Warstein einen 24:24-Erfolg.

Schwitten/Warstein..  Das war richtig stark! Handball-Landesligist TV Menden-Schwitten feierte am Samstag einen nicht unbedingt erwarteten Triumph. Das knappe, aber hoch verdiente 26:24 (11:10) beim VfS Warstein war letztlich das Produkt vieler Faktoren.

So hatten sich die Schwittener während der vergangenen Wochenende bewusst ohne die sonst so gewohnte Nutzung von Haftmitteln betätigt, angesichts des Harzverbots in der Sporthalle Schwarzer Weg war diese Maßnahme sicherlich eine optimale Vorbereitung. Denn dass der TVS auch ohne diese klebrige Masse erfolgreich sein kann, dafür lieferte die Partie am Samstag einen beeindruckenden Beweis.

Spielertrainer Tihomir Knez hatte möglicherweise aufgrund des Harzverbots komplett auf einen Einsatz verzichtet, stattdessen beschränkte sich der einstige Profi komplett aufs Coaching. Und dessen Anweisungen wurden denn auch befolgt. „Das war eine tolle Teamleistung, die Mannschaft hat über 60 Minuten gekämpft“, freute sich auch Teambetreuer Frank Kampmeier über den Auftritt der Schwarz-Weißen in bekannt hektischer Umgebung. „Die Jungs haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und haben sehr konzentriert gespielt“, so Kampmeier.

Dabei steckten die Gäste den anfänglichen 0:3-Rückstand gut weg, beteiligten sich in der sechsten Minute erstmals an der Statistik (1:3 durch Oliver Kampmeier) und saßen Warstein auch danach im Nacken (2:4 durch Sven Becker/12.) – um wenig später auszugleichen (5:5) und in Führung zu gehen (6:5, danach 10:8 und 11:9). „Es lief prächtig“, so Frank Kampmeier.

Warstein konnte nach dem Seitenwechsel das Spiel zwar noch einmal drehen (14:13), den starken Gast aber nicht mehr abschütteln. Stattdessen schaffte Schwitten durch den Treffer von Tobias Birk das wichtige 22:20 (55.) – der Weg zum Sieg war damit geebnet, zumal danach das 23:21 und das 24:22 nachgelegt werden konnten.

Entscheidend war sicherlich auch der Umstand, dass Warstein danach zwei Siebenmeter ausließ und somit beste Chancen zum erneuten Gleichstand versiebte – Kißling scheiterte an TVS-Keeper Kevin Peichert, danach setzte Lars Schorlemer den Ball an den Querbalken. Schwitten nahm diese Geschenke dankend an und antwortete mit Toren von Daniel Meisterjahn und Oliver Kampmeier zum 26:22 – die Verhältnisse waren damit geklärt.

„Wenn wir letzte Woche auch so gespielt hätten, hätten wir nicht solch ein schlechtes Spiel abgeliefert“, sagte Tihomir Knez mit Blick auf die 22:27-Heimpleite zuvor gegen VfL Eintracht Hagen IV und lobte seine feiernde Mannschaft.

TV Menden-Schwitten: Peichert; Meisterjahn (4), Birk (6), Poth (1), Oliver Kampmeier (4), Sven Becker (5), Pasche, Torsten Becker (3/2), Löbbecke (3) – nicht eingesetzt: Knez, Hormann und Scheiing.

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