Turnier der Spitzenklasse mit viel Herzblut

Packendes Halbfinale gegen den Bundeslga-Rivalen TSV Burgdorf vor vollen Zuschauerrängen: Patrick Ebel und die A-Jugend der HSG Menden-Lendringsen verpassten durch ein 9:12 den Einzug ins Turnierendspiel. Foto: Martina Dinslage
Packendes Halbfinale gegen den Bundeslga-Rivalen TSV Burgdorf vor vollen Zuschauerrängen: Patrick Ebel und die A-Jugend der HSG Menden-Lendringsen verpassten durch ein 9:12 den Einzug ins Turnierendspiel. Foto: Martina Dinslage
Foto: WP

Menden.. Das Feuerwerk vor der Kreissporthalle zur Siegerehrung war der passende Schlusspunkt des Sauerland-Cups 2012 der HSG Menden-Lendringsen. Menden erlebte wieder einmal ein Wochenende mit Jugendhandball der absoluten Spitzenklasse. Und das ließ fast keine Wünsche offen.

Sieht man vielleicht vom knapp verpassten Finaleinzug der männlichen A-Jugend der HSG Menden-Lendringsen ab. Denn organisatorisch lieferte der Verein wieder einmal ein Meisterstück ab. „Da greift ein Rad ins andere. Es wird nicht lange gefragt, sondern mitgeholfen“, lobt Turnierleiter Jörg von Estorff die über 300 Helfer. Und es sind wahrlich keine Kleinigkeiten, die geklärt werden müssen. So wurden zum Beispiel 420 Übernachtungen in Menden und Umgebung organisiert.

Ob es die Verkaufsteams in den einzelnen Hallen waren oder jenes Team, das im Bürgersaal am Samstag und Sonntag für das Frühstück der jungen Handballer gesorgt hatte – alle waren mit Herzblut dabei. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, weiß von Estorff dieses Engagement zu schätzen, um dann doch noch eine Person herauszuheben. „Was Peter Blankenhagen für den Sauerland-Cup leistet, ist übermenschlich“, so von Estorff.

Bei aller Routine bleibt aber immer noch Raum für neue Ideen. So gab es diesmal vor der Siegerehrung eine Dia-Show. Auf unzähligen Bildern ließ man das diesjährigen Handballfest Revue passieren – und machte gleichzeitig jedem deutlich, wer am Wochenende die Hauptdarsteller waren: Die über 1000 Handballerinnen und Handballer aus 80 Mannschaften.

Dass gerade seine männliche A-Jugend den Sprung ins Finale knapp verpasste, hatte Jörg von Estorff am Tag danach schon abgehakt. „Wir versuchen es halt im nächsten Jahr wieder, zur Werler Straße zu kommen“, blickt der Pädagoge bereits jetzt mit einem Lächeln auf den 6. Januar 2013 – dem Finaltag des nächsten Sauerland-Cups.

Sein Bundesliga-Team hat sich gerade bei der diesjährigen Turnierausgabe als Sympathieträger bewährt. Schließlich sorgten die HSG-Talente bereits am Freitag beim Pflichtspiel gegen den TSV Burgdorf für eine traumhafte Kulisse mit 750 Zuschauern in der Walram-Halle. „Diese Mannschaft hat eine besondere Ausstrahlung. Man muss sehen, dass sie am Wochenende, wenn man alle Spiele zusammenfasst, über fünf Stunden Handball gespielt hat. Da können auch mal Fehler passieren“, so von Estorff. Dass sich diese dann in der entscheidenden Turnierphase häuften, war einfach Pech.

Allein der Zieleinlauf bei den A-Jungen unterstreich die hohe sportliche Bedeutung des Traditionsturnieres. Auf Platz eins landete der Spitzenreiter der A Jugend-Bundesliga Staffel Ost, „Füchse“ Berlin, dahinter der Tabellenführer der Nordstaffel, der TSV Burgdorf – gefolgt vom Bundesligisten Großwallstadt, dessen Team fast identisch mit dem letztjährigen deutschen B-Jugendmeister ist. „Andere Erstligisten waren schon früher ausgeschieden“, ergänzte von Estorff. So musste der SC Magdeburg nach dem Viertelfinale die Heimreise antreten.

Folgerichtg wird es auch in Zukunft keine Änderungen im sportlichen Ablauf geben. Die Teilnahme einzelner ausländischer Mannschaft wie in diesem Jahr zum Beispiel mit dem polnischen Klub KSSPR Konskie sind vielmehr eine gewollte zusätzliche Aufwertung.

 

EURE FAVORITEN