Strottkötters Tor löst Riesenjubel aus

Mit vereinten Kräften setzten sich die Halinger Robert Ammelt, Konstantin Jurek und Sören Selle (von links) gegen HTV-Spielmacher Christian Klein zur Wehr. WP-Foto: Martina Dinslage
Mit vereinten Kräften setzten sich die Halinger Robert Ammelt, Konstantin Jurek und Sören Selle (von links) gegen HTV-Spielmacher Christian Klein zur Wehr. WP-Foto: Martina Dinslage
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Halingen.. Es war mal wieder einer dieser legendären Abende in der Mehrzweckhalle. Diesmal feierte Handball-Landesligist TV Westfalia Halingen allerdings nur einen Heimsieg – Liga-Topfavorit HTV Sundwig-West wurde 26:25 (9:11) bezwungen.

Selbst Christoph Gutzeit, das Halinger Urgestein, hatte Mühe, die Partie in Worte zu fassen. „Das ist einfach nur super, super, super. Ich bin total happy“, konnte sich der Westfalia-Coach nicht an den Szenen satt sehen, die sich nach der Schlusssirene abspielten. Jubelnde Halinger Spieler und Zuschauer tauchten gemeinsam in ein Meer der Glückseligkeit ein – völlig zu Recht.

„Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele Bälle weggeworfen. Und in der zweiten Hälfte hätte ich gar nicht so viel wechseln können, wie es notwendig war“, wusste Gäste-Coach Arndt Wefing, dass diese Woche im Hemeraner Grohe-Forum mal wieder sehr unruhig werden dürfte – der Blick in die Gesichter der HTV-Macher um Alfred Klein und Stefan Flügge sagte alles.

Das interessierte auf Westfalia-Seite natürlich niemanden. „Das ist so, als wenn im Fußball St. Pauli den FC Bayern München schlägt“, erinnerte Gutzeit an die legendären Duelle der Profi-Kicker. In der Tat hatte das Meisterschaftsspiel im „Freudenhaus der Handball-Landesliga“ schon ein wenig mit „Klassenkampf“ zu tun – die Gastgeber leben gerne mit dem Namen „Kultklub“, und der samstägliche Gegner hingegen strebt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln nach oben.

„Die Mannschaft hat leidenschaftlich gekämpft und alles richtig gemacht“, lobte Gutzeit sein Team. Doch das hattenvor allem in der ersten Halbzeit auch mit den schwachen Neheimer Schiedsrichtern Borkenhagen und Baum zu kämpfen. Als nach 17. Minuten der HTV durch einen von Felix Zenka verwandelten Siebenmeter auf 9:5 davonzog, schien die Partie ihre erwartete Richtung zu nehmen. Doch weit gefehlt! Der TVH blieb dran und verkürzte bis zur Pause auf zwei Tore.

Nach dem Seitenwechsel ein unverändertes Bild. Die Westfalia biss sich förmlich am Gegner fest und ließ diesen nicht entweichen. Herausragend dabei: Der immer stärker werdende Keeper Benni Swiecznik entnervte die Gäste mit zahlreichen Paraden. Und vorne traf der teilweise wie aufgedreht spielende Roman Warland. In der 53. Minute war es dann soweit: Robert Ammelt traf zum 22:21 für den TVH. Als Marius Strottkötter dann das 26:23 erzielte (59.), begannen die Feierlichkeiten.

TV Halingen: Swiecznik, Spieler; Mick (1), Ammelt (5/2), Bichmann (4), Warland (10/2), Selle (4), Strotkötter (2), Jurek, Dodt, Granitza, Stamm, Hennemann.

 

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