Stark: Gralka und Potrafky bleiben unter 20 Stunden

Foto: WP

Menden. Das war eine richtig harte Nummer! Robert Gralka, Triathlet aus den Reihen des VfL Platte Heide, und Ultramarathon-Läufer Heinz Protrafky (Lauftreff des TuS Iserlohn) stellten sich ihrer bislang schwersten Aufgabe. Galt es doch, beim so genannten Kobolt-Lauf von Koblenz nach Bonn 140,5 Kilometer am Stück zu bewältigen – und das heimische Duo meisterte diese Herausforderung mit Bravour.

Der Name des Laufs wird abgeleitet von der Kombination Ko(blenz), Bo(nn), L(auf) und T(rail), und das gibt den Charakter der Veranstaltung treffend wider. So führte die Strecke auf dem Rheinsteig-Wanderweg quer durch den Westerwald und das Siebengebirge, teilweise auf Trampelpfaden mussten dabei rund 4460 Höhenmeter überwunden werden – kein Wunder, dass dieses Abenteuer als einer der schwersten Utra-Trail-Läufe in Deutschland gilt und als Qualifikation für den Ultra-Trail Mont Blanc, dem Mekka dieser Disziplin, anerkannt ist. Entsprechend gut war denn auch das internationale Teilnehmerfeld besetzt.

Gralka und Protafky ergänzten sich bei dieser Herausforderung hervorragend, konnten zu Beginn sogar in Führung gehen und diese bis Kilometer 35 halten. Am ersten Versorgungspunkt wurden die Beiden jedoch von einem Trio überholt, aus dem sich einer jedoch im Laufe der Nacht aufgrund von Krämpfen verabschiedete und aufgab – Gralka und Protafky hatten somit nur noch zwei Läufer vor sich, konnten zudem aber die Verfolger dank einer guten Orientierung auf Abstand halten.

Mühsamer Höhepunkt war dann die nächtliche Besteigung des Drachenfelsens bei Königswinter. Völlig erschöpft, aber überglücklich erreichten Gralka und Potrafky kurz vor sieben Uhr noch im Dunkeln das Ziel in Bonn-Beul. Für die 140,5 Kilometer benötigten sie 19:53 Stunden, damit blieben sie knapp unter der nicht für möglich gehaltenen 20-Stunden-Marke. Und: Der Rückstand auf die beiden Erstplatzierten betrug lediglich neun Minuten.

 
 

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