Sieger Felix Knode muss richtig beißen

Foto: Bonsendorf
Der Lokalmatador besiegte den Vorjahressieger. Felix Knode gewann in 1:20:18 Stunden zum zweiten Mal nach 2011 den Josef-Kaderhandt-Waldlauf des Marathon-Clubs Menden über 20 Kilometer. Allerdings ließen die hochsommerlichen Temperaturen bei der 29. Auflage keine Spitzenzeiten zu.

Menden. „In der letzten Runde war es schon heftig und zum Schluss hat es richtig weh getan“, sagte Knode nach dem Zieleinlauf auf dem Gisbert-Kranz-Sportplatz. Lange hatte der 21-jährige Student das Rennen dominiert, schon am ersten Berg den Titelverteidiger Christof Marquardt (LV Oelde/1:20:31) überholt. Erst auf den letzten Kilometern schmolz der Vorsprung des MCM-Youngsters. Der war aber immer noch groß genug, um sich mit 13 Sekunden vor Marquardt ins Ziel zu retten.

Dritter wurde der Sieger des Menden-Marathons 2013, Burkhard Schöne (1:23:49). Der Garbecker konnte nicht in den Kampf um den Sieg eingreifen und vermisste direkt hinter ihm einen unmittelbaren Konkurrenten. „Nach vorne ging nichts und nach hinten war viel Platz“, scherzte Schöne.

Äußerst spannend verlief die Frauen-Konkurrenz. Auf der Zielgeraden kam es zu einem klassischen Endspurt zwischen Luciene Cramer (Laufladen Endspurt Paderborn/1:31:03) und Cordula Albracht (TV Flerke/1:31:04). Die Siegerin, die eigentlich Zehn-Kilometer-Läufe bevorzugt, quälte sich auf der dritten Runde mit Seitenstichen. „Ich musste einige Male stehen blieben, aber ich wollte dann doch unbedingt gewinnen“, sagte die 40-jährige Athletin. Dritte wurde Anja Quincke (MCM/1:35:53).

Beim Jedermannlauf über 7,8 Kilometer sorgte Torben Heck für das Highlight. Der MCM-Läufer distanzierte in starken 26:42 Minuten (Streckenrekord) den Zweiten Hendrik Franke (Neheim/29:37) deutlich. „Der Junge ist richtig gut in Schuss“, lobte MCM-Vize Hans-Jürgen Kasselmann seinen Schützling. „Irre, was der in den letzten Monaten für einen Satz gemacht hat.“ Auch die Youngster Marvin Rudnik (29:51) als Dritter, der tags zuvor noch eine dreistündige Radeinheit absolviert hatte, und Katrin Harnischmacher als Schnellste der Frauen-Konkurrenz (35:11) überzeugten.

Das Wetter und die Ferien waren mitverantwortlich dafür, dass der Teilnehmer-Zuspruch bei dem 20-Kilometer-Lauf in diesem Jahr einen Tiefstand erreichte, während sich der Jedermannlauf weiter positiv entwickelt. „Wir werden den Lauf an das Ende der Sommerferien setzen“, kündigte MCM-Vize Hans-Jürgen Kasselmann an. „Man muss auch mal mit Traditionen brechen.“

Insgesamt war es aber eine runde Veranstaltung. Keine Zwischenfälle meldeten Veranstalter MCM und der Malteser-Hilfsdienst.