SG Menden Sauerland zeigt beeindruckendes Finale

Burkhard Granseier
Kathrin Baer (rechts) und die SG-Damen gewannen auch das Topspiel gegen den TSV Hahlen – und feierten mit dem verdienten 31:27 den 32. Heimsieg in Folge.
Kathrin Baer (rechts) und die SG-Damen gewannen auch das Topspiel gegen den TSV Hahlen – und feierten mit dem verdienten 31:27 den 32. Heimsieg in Folge.
Foto: Tobias Schad
  • Die SG Menden Sauerland feierte am Samstag den 32. Heimsieg in Folge.
  • Für das 31:27 gegen Verfolger TSV Hahlen mussten die „Wölfinnen“ am Ende jedoch kämpfen.
  • Ann Kathrin Stratmann, Lisa Gerbe und Kathrin Baer beseitigen mit ihren Toren die letzten Zweifel am SG-Sieg.

Menden.  Als die Schlusssirene ertönte, fiel bei den Oberliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland die Anspannung ab. Die Stratmann, Baer und Co. hüpften über das Parkett der Walram-Halle und feierten ihren 31:27 (14:8)-Sieg gegen den TSV Hahlen überschwänglich. Zurecht – denn für den 32. Heimsieg in Folge musste man mächtig Gas geben.

Mit diesem Erfolg über die Ostwestfalen hielt Menden einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Platz an der Sonne auf Distanz. „Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben. Wie meine Mannschaft in der Schlussphase dem Druck standgehalten und dann gewonnen hat, war schon beeindruckend“, freute sich SG-Trainer Sascha Stickan über den Auftritt seiner Damen.

Und es war schon eines Top-Teams würdig, wie man mit der Situation umging, als die Gäste in der 56. Minute bis auf einen Treffer herangekommen waren – Hahlens Torjägerin Melanie Gritzan hatte bei Siebenmeter verkürzt (27:26).

Starker Schlussspurt

Die SG schüttelte sich nur kurz und beseitigte innerhalb von 232 Sekunden mit vier Treffern in Serie von Ann Kathrin Stratmann (2), Lisa Gerbe und Kathrin Baer die letzten Zweifel. „Wenn man in einem Spitzenspiel so auftritt, ist das schon etwas Besonderes“, sagte Sascha Stickan.

Doch der Reihe nach: In der ersten Halbzeit war es das Spiel zweier bärenstarker Torhüterinnen und der beiden Abwehrreihen. „Da waren wir in der Deckung sehr dominant, doch wir konnten das nach vorne nicht umsetzen“, resümierte Stickan. Vor allem SG-Torfrau Sarah Ebel – neben Maike Benden die beste SG-Akteurin – glänzte wieder mit tollen Paraden. Allerdings fanden ihre Pässe nicht immer den passenden Abnehmer. Die Halbzeitführung (14:8) hätte deutlicher ausfallen können.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Damen aus der Walram-Halle ein wenig vom Weg ab. „Unsere Deckungsarbeit in der ersten Halbzeit war schon kräfteraubend“, zeigte sich Sascha Stickan vom kleinen Einbruch seiner Mannschaft keineswegs überrascht.

SG zeigt Qualitäten

Die Gäste aus dem Mindener Vorort kamen vor allem durch ihr Rückraum-Ass Annika Wohlfromm immer näher heran. Doch zum Glück besann sich die SG einmal mehr auf die Qualitäten eines souveränen Tabellenführers.

SG Menden Sauerland: Ebel, Jaschewski; Pelz, Köck, Leusmann, Benden (8), Albrecht, Hoste, Baer (5), Fastnacht (4), Stratmann (8/4), Meyer (1), Gerbe (5).