Schülerläufe sind beim Marathon der große Renner

Sie prägten das Bild beim diesjährigen Menden-Marathon:  Bei den Schülerrennen durch die Innenstadt gingen am Sonntag fast 400 Kinder an den Start, in zwei Altersklassen standen jeweils 1500 Meter auf dem Programm. WP-Foto: Julian Gebhardt
Sie prägten das Bild beim diesjährigen Menden-Marathon: Bei den Schülerrennen durch die Innenstadt gingen am Sonntag fast 400 Kinder an den Start, in zwei Altersklassen standen jeweils 1500 Meter auf dem Programm. WP-Foto: Julian Gebhardt
Foto: Julian Gebhardt

Menden.. Der 28. Menden-Marathon stand ganz im Zeichen des Laufnachwuchses. Fast 400 Kinder beteiligten sich an den Schüler- und Bambiniläufen, dagegen erlebten die Teilnehmerzahlen beim Marathon und Halbmarathon einen Einbruch.

Die WP-Sportredaktion sprach mit dem ersten Vorsitzenden des Marathon-Clubs Menden über die diesjährige Veranstaltung.

Frage: Die Beteiligung bei den Schülerläufen war phänomenal. Hatten Sie mit soviel Resonanz gerechnet?

Horst Kaderhandt: Vor drei Wochen sicher noch nicht. Aber in der vergangenen Woche prasselten die Anmeldungen nur so auf uns ein, so dass wir uns ab Freitag auf einen Ansturm eingestellt haben.

Worauf führen Sie dieses Interesse zurück?

Wir haben natürlich im Vorfeld erfolgreiche Arbeit geleistet und sind dabei vom Stadtsportverband und von Sponsoren unterstützt worden. Außerdem glaube ich, dass wir in vielen Schulen auch die Lehrer für das Laufen sensibilisiert haben.

Werden Sie in den kommenden Jahren einen ähnlichen Aufwand treiben?

Ich glaube nicht, dass wir den nach diesem Erfolg wieder zurückfahren werden.

Allerdings war der Kontrast schon ein wenig kurios. Auf der einen Seite ganz viele Kinder, auf der anderen Seite eigentlich zu wenig erwachsene Läufer. War das so gewollt oder war es durch den voraus gegangenen Feiertag einfach nur ein unglückliches Wochenende?

Es war definitiv ein unglückliches Wochenende. Wir haben im Vorfeld allerdings auch wenig Werbung gemacht, auf das Verteilen von Flyern bei anderen Laufveranstaltungen verzichtet, und die Internet-Werbung ist nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben.

Wie kann man den sinkenden Teilnehmerzahlen entgegenwirken?

Wir werden nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mehr in die Werbung und in die Mund-zu-Mund-Propaganda investieren. Und wir wollen einen günstigeren Termin finden, angedacht ist der 26. Mai.

Beim Marathon sind nur 37 Läufer gestartet. Muss man in naher Zukunft damit rechnen, dass dieser Lauf aus dem Programm genommen wird?

Wir haben erst kürzlich die Genehmigung des Laufprotokolls bis 2017 erhalten. Aber wenn unsere Mitglieder sagen, das geht nicht mehr, dann müssten wir dem Rechnung tragen. Aber es wäre schade, wenn wir den Marathon streichen würden, denn es gibt nicht mehr so viele kleine Veranstaltungen.

Die Veranstaltung wird immer von den Läufern gelobt. Durch die Probleme bei der Auswertung wurden die aber auf eine fast unerträgliche Geduldsprobe gestellt. Was muss verbessert werden?

Wenn Hans-Jürgen Kasselmann (zweiter Vorsitzender des MCM/Anmerkung der Redaktion) von seinem Auslandsaufenthalt zurück ist, werden wir ein Resümee ziehen. Ohne einem Ergebnis vorzugreifen, ist geplant, bei der Auswertung drei separate Teams zu bilden, um auf jeden Fall eine schnellere Siegerehrung hinzubekommen.

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