Rote Karte für Pläne des FLVW

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Balve/Menden.. Auf diese Nachricht haben die Fußballer in Balve gewartet. Die ständige Konferenz des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen hat am Wochenende den für Mai geplanten außerordentlichen Verbandstag abgesagt. Auf diesem sollte ja die geplante Kreisstrukturreform auf den Weg gebracht werden.

Bekanntlich wollte der FLVW seine Strukturen den politischen Kreisen anpassen. Demnach hätten der TuS Langenholthausen, die SG Balve/Garbeck, der SuS Beckum, Rot-Weiß Mellen und der SuS Eisborn mit einer sportlichen Umsiedlung in den Märkischen Kreis leben müssen. Das ist jetzt Geschichte – die ständige Konferenz stellte jetzt die Ampel auf rot.

In einer geheimen Abstimmung der Kreisvorsitzenden während der Sitzung in Kaiserau votierten 17 gegen die Reform, zwei enthielten sich und 13 stimmten für die vom Verband geplanten Veränderungen. Der Kreis Herford fehlte bei der Tagung. Damit war klar, dass es auf dem Verbandstag keine Mehrheit für den Weg des Verbandes gäbe.

Darauf hin zog das FLVW-Präsidium die Reißleine und stellte den Antrag, den für den 23. Mai geplanten Verbandstag abzusagen. Dieser wurde von der ständigen Konferenz einstimmig angenommen.

Klar, dass man im Lager der Reform-Gegner mit der Entwicklung zufrieden war. „Es ist wichtig, dass die Entscheidung bei den Leuten vor Ort liegt. Wir sollten uns jetzt aber nicht zurücklehnen. Reformen müssen sein, aber ohne Zeitdruck“, sagte Andreas Joswig, als stellvertretender Iserlohner Kreisvorsitzender Mitglied der ständigen Konferenz. Der Funktionär aus Hemer machte noch einmal deutlich, dass man über die Kreisgrenzen hinaus denken müsse. „Ich kann mir durchaus eine Zusammenarbeit mit dem Kreis Arnsberg vorstellen. Man muss darüber reden, was machbar ist“, so Joswig, der auch mit dem Kreis Hagen Schnittmengen sieht. „Da gibt es mehr Berührungspunkte als mit Lüdenscheid“, ist er froh, dass es nicht zur Zwangsehe kommt.

Groß war der Jubel bei Andreas Aßhoff vom TuS Langenholthausen. Der Geschäftsführer hatte ja den Widerstand der Balver Vereine mit auf den Weg gebracht. „Dafür haben wir gekämpft. Reformen müssen von unten kommen. Aber da vertraue ich ganz auf unsere Leute im Arnsberger Kreisvorstand“, so Aßhoff.

 
 

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