Nullnummer löst bei BSV Resignation aus

Was nun? Den Brüdern Wolfgang (links) und Jochen Leipertz ist die Enttäuschung über das 0:0 gegen Schwerte deutlich anzusehen – dabei gab es genügend Siegchancen. WP-Foto: Julian Gebhardt
Was nun? Den Brüdern Wolfgang (links) und Jochen Leipertz ist die Enttäuschung über das 0:0 gegen Schwerte deutlich anzusehen – dabei gab es genügend Siegchancen. WP-Foto: Julian Gebhardt
Foto: Julian Gebhardt

Menden.. Als der Schlusspfiff auf dem Huckenohl-Kunstgrün ertönte, wurden einige Anhänger des Fußball-Landesligisten BSV Menden von einer Resignation erfasst. Scheinbar bedeutete das 0:0 gegen den VfL Schwerte für sie schon den Abstieg. Doch es sind immer noch zwölf Spieltage zu absolvieren.

Sicherlich war die Nullnummer gegen den schwachen Tabellennachbarn punktemäßig zu wenig. „Ich kann mich doch jetzt nicht hinstellen und sagen, wir wären abgestiegen. Es geht weiter“, ärgerte sich Mark Elbracht nach der Partie bald mehr über die negativen Randerscheinungen als über die katastrophale Abschlussschwäche seiner Mannschaft. „Dieses Spiel hätte 4:0 für uns ausgehen können. Dann hätte keiner etwas gesagt. Den Jungs kann ich vom Einsatz her keinen Vorwurf machen“, sagte der Trainer – wohlwissend, dass im Fußball nun einmal Tore das Maß aller Dinge sind.

Allerdings lag der BSV-Coach richtiger mit seiner Analyse als sein Kollege Rüdiger Kürschners. Der sorgte mit Äußerungen – wie sein Team sei in der ersten Halbzeit das bessere gewesen – nicht nur bei den Schwerter Pressevertretern für Stirnrunzeln.

Das interessierte beim BSV jedoch nur am Rande. Denn die Situation ist gestern für die Rot-Weißen keinesfalls besser geworden – die Konkurrenz im Keller punktete eifrig, der Abstand zum rettenden Ufer liegt nun bei sieben Zähler.

Dabei begann eigentlich alles recht ordentlich für die heimischen Fußballer. Defensiv stand man ordentlich, zügig wurde der Weg zum Tor gesucht, die Kunststoffkugel lief recht ansehnlich durch die Mendener Reihen. Doch wenn es in den Schwerter Strafraum ging, wurde es auf einmal kompliziert. Hoffmann, Scapolaro, ein Kopfballversuch von Sascha Wulff — irgendwie wollte der erlösende Treffer einfach nicht fallen.

Und bei einem Freistoß von Sven Barnefske war der VfL-Keeper auf dem Posten (20.). Von den Gästen kam in Sachen Offensive allerdings so gut wie gar nichts. Dogans Schuss in der 43. Minute, den BSV-Keeper Jörg Benik parierte, war die einzige Torchance. „Wir müssen hier unbedingt gewinnen und kommen nicht vors Tor“, haderte auch der Schwerter Anhang mit seiner Mannschaft.

Nach der Pause ein unverändertes Bild. Der BSV bestimmte die Szenerie, doch der Lohn blieb aus. Besonders bitter war die 72. Minute: Marian Brinkmann jagte den Ball freistehend über das Gehäuse.

„Jetzt müssen wir halt mal ein Spiel gewinnen, wo keiner mit uns rechnet“, sieht BSV-Funktionär „Ali“ Ständeke sein Team noch nicht auf dem Weg Richtung Bezirksliga.

 

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