HSG-Vorteile bei den Torhüterinnen und in der Kaderbreite

Im DHB-Pokalspiel gegen Zweitligist Borussia Dortmund spielten die HSG-Damen (hier Laura Poth) letztmalig vor einer großen Kulisse. Heute im Ligahit gegen Hahlen soll es wieder eine volle Halle geben. WP-Foto: Tobias Schad
Im DHB-Pokalspiel gegen Zweitligist Borussia Dortmund spielten die HSG-Damen (hier Laura Poth) letztmalig vor einer großen Kulisse. Heute im Ligahit gegen Hahlen soll es wieder eine volle Halle geben. WP-Foto: Tobias Schad
Foto: Tobias Schad

Menden.. Es kribbelt – bei der Mannschaft, beim Trainer, beim Umfeld, beim Verein. Zum Knallerspiel der Handball-Oberliga der Damen erwartet Tabellenführer HSG Menden-Lendringsen (32:4) am Samstag m Walram den TSV Hahlen, der ebenfalls vier Minuspunkte, aber ein Spiel weniger auf dem Konto hat.

Im Vorfeld des Spitzenspiels (Anwurf ist um 17.30 Uhr) sprach die WP-Sportredaktion mit dem langjährigen Frauenwart Raimund Giacuzzo über die Bedeutung der Begegnungen, die Chance aufzusteigen und das Risiko, das Abenteuer dritte Liga einzugehen.

Frage: Welche Bedeutung hat das Spiel für die Mannschaft, den Trainer, das Umfeld und den Verein generell?

Raimund Giacuzzo: Man fühlt sich ein wenig in die Zeiten zurückversetzt, in denen der SV Menden im Damenbereich groß herauskam. Da liegen die Wurzeln für den heutigen Erfolg. Für die Mannschaft es ist deshalb ein besonderes Spiel, weil sie seit drei Jahren oben dran ist, seit drei Jahren modernen Tempohandball spielt. Trainer Kai Harbach hat das Team nach der guten Arbeit von Birgit Albrecht und Willi Barnhusen mit neuen Akzenten und Schwerpunkten weiterentwickelt. Im Verein freut man sich auf dieses Spiel – besonders die Jugendlichen, und schlussendlich ist so ein Highlight auch für das Image als Handball-Hochburg gut.

Frage: Was erwarten Sie von diesem Handball-Schlager?

Giacuzzo: Natürlich eine volle Halle und einen Gegner, der auch Tempo ohne Ende gehen wird.

Frage: Warum gewinnt die HSG das Spiel?

Giacuzzo: Weil wir in der Breite besser aufgestellt sind. Und weil wir im Tor mit drei ebenbürtigen Torhüterinnen einen Vorteil haben.

Frage: Warum wollt Ihr aufsteigen?

Giacuzzo: Weil wir es verdient hätten aufgrund der Entwicklung der letzten drei Jahre.

Frage: Wäre ein Aufstieg denn auch vom Verein abgesegnet?

Giacuzzo: Die Aussage bis dato lautet, dass wir aufsteigen können, wenn wir sportlich Erster werden.

Frage: Der Aufstieg birgt aber auch ein hohes Risiko – sowohl sportlich wie auch finanziell?

Giacuzzo: Wir dürfen die Augen davor nicht verschließen. Zum Beispiel ist die Hallennutzungsgebühr eine Hausnummer, die uns finanziell alles verhageln kann. Und sportlich sind wir uns einig, dass ein Aufstieg nur Sinn macht, wenn die Mannschaft entsprechend verstärkt wird. Beispielweise auf der halblinken Position, wo wir mit Maike Rohländer und Laura Poth quasi zwei Stand-By-Spielerinnen haben.

Frage: Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Giacuzzo: Lange hat man Hahlen ja nur auf Daniela Klöpper (Anmerkung der Redaktion: Als Daniela Harke hat die Linkshänderin 28 Mal für Deutschland gespielt) reduziert. Aber mit Julia Sayer und Sarah Sierig hat der TSV auch andere 1a-Qualitäten.

Frage: Riskieren Sie einen Tipp?

Giacuzzo: Es gibt viele Tore, ein offenes Spiel und wir gewinnen mit 36:33.

 
 

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