Handball lässt Ebel auch im fernen Baden nicht los

Dynamisch, zielstrebig und treffsicher – so kennen viele heimischen Handball-Freunde noch Patrick Ebel. Das einstige Handball-Talent der HSG Menden-Lendringsen sucht inzwischen mit Erfolg im Badischen sein Glück.
Dynamisch, zielstrebig und treffsicher – so kennen viele heimischen Handball-Freunde noch Patrick Ebel. Das einstige Handball-Talent der HSG Menden-Lendringsen sucht inzwischen mit Erfolg im Badischen sein Glück.
Foto: WP

Menden..  Sein Name dürfte die Augen vieler Mendener Handballfreunde leuchten lassen. Patrick Ebel gehörte zur vorerst letzten goldenen Generation der HSG Menden-Lendringsen. Jener Mannschaft, die im Jahr 2011 bei der B-Jugend das Final-Four-Turnier um die Deutsche Meisterschaft in Berlin erreichte.

Danach gab es für die Ebel, Mrcela, Jost und Co. noch zwei tolle Spielzeiten in der neugegründeten A-Jugend-Bundesliga. Inzwischen hat es die Protagonisten dieser Truppe in viele Richtung gezogen. So ist Patrick Ebel, eines der größten Rückraumtalente des heimischen Handballs, in Karlsruhe bei Daimler Benz gelandet. Er absolviert dort ein duales Studium mit der Fachrichtung Mechatronic. „Der Kontakt nach Menden ist aber nie abgerissen“, erzählt der jetzt 21-Jährige im WP-Gespräch.

Wobei Besuche in der Heimat seltener geworden sind. Denn Handball ist auch in der neuen Heimat ein fester Bestandteil des Wahl-Badeners. „In der abgelaufenen Saison bin ich mit der HSG Weingarten/Grötzingen in die Badenliga aufgestiegen. Ich werde aber künftig für den TV Knielingen spielen. Die sind zuletzt Dritter in der Badenliga geworden“, erzählt Patrick Ebel. Der sportliche Ehrgeiz des Studenten ist immer noch so ausgeprägt wie zu seiner Zeit bei der HSG Menden-Lendringsen.

Spärliche Besuche in der Heimat

„Die Badenliga kann man mit der Oberliga Westfalen vergleichen“, erzählt Patrick Ebel. Der Student ist jedoch bestens über das sportliche Geschehen in der Heimat informiert. Kein Wunder, sind dort doch mit Rico Witt, Max Jost oder Toni Mrcela ehemalige Mitspieler immer noch aktiv. Aber er kennt auch andere aktuelle Oberliga-Akteure der HSG wie Joshua Krechel. „Mit dem habe ich beim TV Schwitten angefangenen.“

Der Spaß am Handball sorgt dann dafür, dass die Besuche in der Hönnestadt spärlicher werden. „Weihnachten, die Kirmes oder das Ehemaligentreffen am Walburgis-Gymnasium“, zählt der junge Mann einige Termine auf, die ihn immer wieder mal nach Menden ziehen. Mit den einstigen Teamkollegen gibt es dank moderner Medien regelmäßigen Kontakt. Zuletzt hatte man sich Weihnachten getroffen. „Es ist aber schon in Ordnung so“, sagt Ebel. Außerdem spielt ja Freundin Elisabeth eine große Roll in seinem Leben – die Mendenerin studiert in Berlin.

Entscheidung für duales Studium

Zumal ja das Ziel seines Umzuges nach Baden-Württemberg die Ausbildung bei Daimler Benz ist. So geht es während des dualen Studiums stets in das Mercedes-Werk ins pfälzische Wörth – rund 45 Kilometer von Karlsruhe entfernt. Dort baut der Weltkonzern Lastkraftwagen. „Ich hatte überlegt, ob ich entweder Lehramt oder Sport studiere. Doch dann habe ich mich Daimler Benz entschieden – und das war der richtige Entschluss“, sagt Patrick Ebel. Spätestens nächstes Jahr soll das Studium abgeschlossen sein. „Nach dem Bachelor möchte den Master machen“, lautet die nähere Planung.

Dass er dabei genauso zielstrebig ist wie beim Sport, davon ist auch der ehemalige Trainer Jörg von Estorff überzeugt. „Ein richtiger Typ – es ist schön, dass er die vermittelten sportlichen Werte weiterlebt“, sagt der Pädagoge über seinen einstigen Spieler, und der beeindruckt halt nicht nur als Handballer.

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