Große Zuschauerkulisse reizt junge Kicker

Foto: Frank Saul

Menden.. Alle Jahre wieder! Am Samstag und Sonntag suchen die heimischen Fußballer zum nunmehr 30. Mal ihren Hallen-Stadtmeister. Und das Traditionsturnier in der Kreissporthalle übt immer noch eine besondere Faszination auf die heimische Kicker-Familie aus.

„Man merkt, alle wollen dabei sein“, stellt zum Beispiel Martin Reimann, Trainer des A-Ligisten DJK Bösperde, eine steigende Vorfreude bei seinen Aktiven fest. „Auch bei uns freuen sich alle darauf. Denn die meisten meiner jungen Spieler haben ja noch nie vor solch einer großen Kulisse gespielt“, ergänzt Christian Hensel. Der Coach von Menden Türk gibt aber auch ein klar definiertes Ziel aus. „Wir wollen zur Kreismeisterschaft“, sagt Hensel und verdeutlicht, dass er das Championat mit den besten Teams aus Menden (drei Mannschaften), Iserlohn (fünf), Hemer und Schwerte (je zwei) am 28./29. Januar in der Iserlohner Hemberg-Halle ins Visier genommen hat.

Auch bei Titelverteidiger BSV Menden hat man klare Vorstellungen von den beiden Fußball-Tagen an der Werler Straße. „Wir wollen als Stadtmeister nach Iserlohn fahren. Etwas anderes würde man uns auch nicht abnehmen“, sagt Ralf Essmann, der sportliche Koordinator des Landesligisten. Der Mendener, in seiner aktiven Zeit selbst ein glänzender Hallenspieler, erwartet allerdings ein ausgeglichenes Teilnehmerfeld. „Das dürfte spannend werden“, freut sich auch Essmann auf den Kick in der Kreissporthalle.

Bösperdes Martin Reimann sieht es ähnlich. „Das Turnier ist so ausgeglichen wie lange nicht mehr besetzt“, sagt der DJK-Trainer. Deshalb müsse alles passen, um weit vorne landen zu können. Gerade beim Reimann-Team stimmte bei den Titelkämpfen der zurückliegenden Jahren eigentlich immer alles. So wurde man 2010 zum vierten Mal Stadtmeister, und vor Jahresfrist landeten die Bösperder auf dem zweiten Rang (nach einem 0:3 gegen den BSV Menden).

Auch beim Tabellenzweiten der Iserlohner A-Liga, dem BSV Lendringsen, gibt es vor den Titelkämpfen ein eindeutiges Ziel. „Ich kann doch schlecht sagen, dass wir mit Platz fünf oder sechs zufrieden sind – wir wollen schon zur Kreismeisterschaft“, peilt auch BSV-Trainer Thomas Albracht mit seinen Blau-Weißen das „Siegertreppchen“ an.

Das Drehbuch der Mendener Hallenfußballstadtmeisterschaften hat aber auch für die 30. Folge die Rollen der Außenseiter vorgesehen. So macht man sich beim B-Ligisten SV Oesbern keine Gedanken über den neuen Titelträger. „Wenn wir den Sonntag erreichen, wäre das schon ein Erfolg“, bleibt SVÖ-Coach Marcus Potthoff bescheiden.

Im vergangenen Jahr sorgte Italia Menden als Außenseiter für Furore und wurde sogar Vierter. „Diesmal wird uns keiner unterschätzen. Aber wir wollen am Sonntag dabei sein, dann ist in der Halle alles möglich“, formuliert Sven Haja die bescheidenen Ziele der Tifosi aus der Hönnestadt.

Vermutlich wird auch die Vertretung von Ausrichter GFV Olympos Menden in der Endabrechnung keine Rolle spielen. Man darf aber gespannt sein, wie sich in diesem Jahr die DJK Grün-Weiß Menden präsentiert. Für die Balltreter aus Schwitten war die Kreissporthalle bei den zurückliegenden Auflagen des Championats kein gutes Pflaster. Ein gewichtiges Wort dürften aber die Sportfreunde Hüingsen mitreden. Denn die Republik-Kicker haben schon oft gezeigt, dass sie eine gute Hallenmannschaft sein können. Und beim VfL Platte Heide hat man ja im vergangenen Sommer erlebt, wie sich eine Stadtmeisterschaft anfühlt – die Hülschenbrauck-Elf gewann den ersten Freilufttitel für die Mendener Fußballer. „In der Halle ist alles möglich“, sagt Trainer Marcel Brünnel, aber er glaubt nicht unbedingt an das Double.

Es gibt vor der anstehenden Auflage viele Fragen, auf die Antworten müssen wir allerdings bis Sonntag warten.

 
 

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