Fortuna macht weiterhin einen großen Bogen um das Huckenohl

Für Igor Markus (links) und den BSV Menden reichte es im Kellerduell gegen den Hasper SV nur zu einem 1:1. Foto: Tobias Schad
Für Igor Markus (links) und den BSV Menden reichte es im Kellerduell gegen den Hasper SV nur zu einem 1:1. Foto: Tobias Schad
Foto: Tobias Schad
Es ist noch nicht vorbei! Wer aber nach dem 1:1 (0:1) der Fußballer des BSV Menden gegen den Hasper SV noch an den Klassenerhalt glaubt, braucht sehr viel Fantasie. Denn aus eigener Kraft dürften die Rot-Weißen den Verbleib in der Landesliga kaum schaffen. Zumal die Mitbewerber im Tabellenkeller gestern punkteten.

Menden.. BSV-Trainer Mark Elbracht schob nach dem Schlusspfiff reichlich Frust. Doch der galt nicht allein dem Endergebnis. „Ich bin maßlos enttäuscht, dass wir wieder nicht gewonnen haben. Aber wenn wir nicht in der Lage sind, aus drei Metern ins Tor zu treffen, brauchen wir uns nicht wundern. Was ich aber nicht gelten lasse, sind die Vorwürfe von der Tribüne gegen die Mannschaft, als hätte sie nicht alles gegeben. Das ist völliger Quatsch!“, ärgerte sich der Dortmunder über die lautstarken, unqualifizierten Zurufe aus dem BSV-Umfeld während der gesamten Partie. Unterstützung der eigenen Mannschaft sieht sicherlich anders aus.

Allerdings war der Auftritt gegen Haspe ein Spiegelbild der letzten Wochen. Man ist derzeit nicht in der Lage, einen Gegner, der mit zehn Feldspielern rund 30 Meter vor dem eigenen Tor einen Abwehrwall aufbaut, in die Schranken zu weisen. „Wir könnten schon längst durch sein“, haderte daher auch Mark Elbracht.

Zudem leistet man sich seit Wochen haarsträubende Fehler, die vom Gegner mit Toren bestraft werden. Gestern war es in der achten Minute soweit: Haspes Labrile flankte in den BSV-Strafraum, aber keiner der Elbracht-Kicker suchte das Kopfballspiel – stattdessen nickte Schoppen zum 1:0 aus Gäste-Sicht ein. BSV-Keeper Jörg Benik leistete dabei mit einem nicht nachzuvollziehenden Stellungsspiel tatkräftig Schützenhilfe.

Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn fünf Minuten später der Ausgleich durch ein Hasper Eigentor gefallen wäre? Aber Glücksgöttin Fortuna macht ja schon seit längerer Zeit einen großen Bogen um die Huckenohl-Kicker. Ein feines Zuspiel von Mirac Ekinci auf Sven Barnefske, dessen scharfe Hereingabe setzte Haspes Dursun Zentimeter neben den Pfosten des Gästetores.

Stattdessen fiel mehr ins Gewicht, dass einige BSV-Leistungsträger gestern neben den Schuhen standen. So verschaffte ein katastrophales Abspiel von Cüneyt Senel Haspes Angreifer Rüster freie Schussbahn. Der vergab allerdings zum Glück kläglich (31.). Die Elbracht-Elf bemühte sich weiterhin, aber es blieb zur Pause bei der knappen HSV-Führung.

Nach dem Seitenwechsel beschränkten sich die Volmestädter darauf, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Die Hausherren rannten weiterhin an, dann mischte sich Schiedsrichter-Assistent Andreas Rohe ins Spiel ein. Marcel Hoffmann hatte eine Schmerbeck-Flanke über die Linie bugsiert – der Assistent zeigte unerklärlicherweise eine Abseitsstellung an (59.).

Menden bemühte sich weiterhin und sollte dann doch noch belohnt werden: Nico Schött erzielte in der 84. Minute das 1:1. Sollte sich doch noch alles zum Guten wenden? Nein! Denn fünf Minuten später brachte Jochen Leipertz die Kunststoffkugel aus drei Metern nicht im Hasper Tor unter.

Spätestens jetzt war jedem klar, dass der rot-weiße Weg in die Bezirksliga vorgezeichnet scheint.

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