Elfmeter-Tor in 92. Minute schockt BSV Menden

Foto: Tobias Schad

Menden.. Es war ein bitterer Sonntag für den BSV Menden: Der Fußball-Landesligist erlitt im Kampf um den Klassenerhalt einen herben Rückschlag, gegen Rot-Weiß Hünsborn gab es ein 1:2 (0:1).

Diese Niederlage war in der Tat unglücklich, denn der Siegtreffer für die Gäste fiel erst in der 92. Minute – durch einen mehr als fragwürdigen Foulelfmeter. Sascha Wulf ließ sich im eigenen Strafraum auf einen überflüssigen Zweikampf ein und spielte Hünsborns Mpessa den Ball vom Fuß. Der fiel, und der schwache Schiedsrichter Fabian Kunkel entschied zum Entsetzen der Gastgeber auf Strafstoß – Feuring traf und sicherte den Kickern aus dem Kreis Olpe somit einen schmeichelhaften Erfolg.

„Wir haben heute die Quittung für unser Auftreten bekommen. Und da schließe ich mich mit ein“, sagte BSV-Trainer Mark Elbracht. Er meinte damit allerdings nicht den spielerischen Auftritt seiner Mannschaft. Sondern die Tatsache, dass die Rot-Weißen auch das Duell mit Referee Kunkel aus Gelsenkirchen pflegten. Der hatte nicht nur seine liebe Not mit der Zweikampfbeurteilung und der Vorteilsregel. So ließ er das andauernde Zeitspiel der Gäste ungeahndet, während er beim BSV das gleiche Vorgehen ahndete. So sah Senel in der 69. Minute wegen Ballwegschlagens die gelbe Karte. Die brachte Elbracht dermaßen auf die Palme, so dass er von Kunkel auf die Tribüne geschickt wurde. „So darf ich nicht reagieren“, zeigte sich der Coach später einsichtig.

Elbracht, der vor seinem Gang auf die Tribüne auch noch vom Schiedsrichterassistenten mit der Fahne weggeschoben wurde, fand an der spielerischen Leistung seiner Mannschaft nicht viel zu kritisieren. „Wir haben wieder gesehen, dass die Jungs das Potenzial haben. Wir waren heute elf Minuten nicht konzentriert – die ersten zehn Minuten und dann diese eine Minute in der Nachspielzeit“, so der Mendener Coach.

Menden fand nur schwer ins Spiel, war sichtlich beeindruckt vom aggressiven Spiel der Gäste. Die nutzten ihre erste Möglichkeit auch gleich zur Führung: Brado traf aus rund zehn Metern (7.). Die Elbracht-Elf ließ zunächst aber auch die Bewegung im eigenen Spiel vermissen. So lief der Angriff sehr schleppend an. Ein Kopfball von Scapolaro, ein Versuch von Barnefske – das waren die Mendener Offensivbemühungen in Abschnitt eins.

Das wurde nach dem Seitenwechsel dann besser. Endlich kam Leben in die BSV-Aktionen, Menden bekam das Spiel in den Griff. Der verdiente Lohn kam dann in der 61. Minute: Der gerade eingewechselte Marcel Hoffmann verwertete ein feines Zuspiel von Mirac Ekinci zum Ausgleich. Ein Sieg für die Hausherren war möglich, doch dann kam die Nachspielzeit ...

 
 

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