Elbracht: Sind jetzt vom Wohlwollen der anderen Mannschaften abhängig

Der Druck wächst! Trainer Mark Elbracht und der BSV Menden durch das ernüchternde 1:1 gegen den Hasper SV dem Abstieg in die Bezirksliga ein weiteres Stück näher gerückt.
Der Druck wächst! Trainer Mark Elbracht und der BSV Menden durch das ernüchternde 1:1 gegen den Hasper SV dem Abstieg in die Bezirksliga ein weiteres Stück näher gerückt.
Foto: Julian Gebhardt

Menden.. Am Tag danach herrschte beim BSV Menden Katerstimmung. Das 1:1 gegen den Hasper SV hat die Rot-Weißen der Fußball-Bezirksliga noch ein Stück näher gebracht – an den Landesliga-Verbleib dürften nun nur noch die größten Optimisten glauben.

„Ich bin weit davon entfernt aufzugeben, ich bin aber auch Realist genug – wir sind nun vom Wohlwollen der anderen Vereine abhängig, damit es für uns doch noch optimal laufen kann“, sagt BSV-Trainer Mark Elbracht und macht deutlich, dass er nicht mehr über Platz elf, der den direkten Klassenerhalt bedeutet, nachdenken möchte. „Es geht doch höchstens noch um Rang zwölf und die damit verbundene Relegation. Alles andere wäre vermessen“, so Elbracht.

Allerdings dürfte eine große Portion Optimismus notwendig sein, um noch an ein Happy-End zu glauben. „Derzeit sehe ich nicht, wie wir die letzten beiden Spiele gewinnen können“, erkennt Elbracht bei seiner Elf zu viele Problemfelder. Und die beginnen beim Druck, mit dem einige Akteure scheinbar nicht fertig werden – zumal aus dem Umfeld wohl keine Unterstützung zu erwarten ist.

„Ich kann ja verstehen, dass die Leute auf der Tribüne unzufrieden sind und uns nicht absteigen sehen wollen. Sie haben ein Recht dazu. Aber es hilft der Mannschaft nicht, wenn sie von Außen permanent nur Negatives abbekommt“, kommentiert Elbracht die Zwischenrufe während der Haspe-Partie.

Dann ist da die sportliche Seite. Und für die könnte jene Szene aus der 89. Minute sinnbildlich stehen, als Jochen Leipertz ein Schött-Zuspiel nicht verwerten konnte, stattdessen über den Ball säbelte und damit den möglichen Sieg vergab. „Diese Szene in der Tat typisch für uns. Gerade für Jochen Leipertz tut es mir leid, er lebt der Mannschaft vor, wie sie sich präsentieren muss“, lässt Elbracht keine Kritik an seinen unglücklich auftretenden Spielführer gelten.

Ein weiteres Indiz für den Absturz ist das Fehlen einzelner Spieler. Die Kreuzbandrisse von Nico Beckmann und Salvatore Scapolaro haben dem BSV bitter benötigte Substanz genommen, der überflüssige Platzverweis von Wolfgang Leipertz verschärfte die Talfahrt. Es ist müßig festzustellen, dass gerade dieses Trio im Abstiegskampf hätte hilfreich sein können.

Mark Elbracht lenkt derweil den Blick nach vorn. „Es wäre fahrlässig, wenn wir uns nicht mit dem Szenario Bezirksliga befassen würden. Ich bleibe auch bei einem Abstieg in Menden“, steht der Coach zu seiner Zusage. Das dürfte für einige Spielerpersonalien allerdings nicht gelten.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel