Die Vorzüge von zwei intakten Platzanlagen

Optimale Ausstattung am Balver Krumpaul mit Kunstrasen, kleinem Fußball-Feld, Beachvolleyball-Anlage  und Vereinsheim. Zudem steht noch am Spielfeldrang die alte Holzhütte als Unterstand zur Verfügung.
Optimale Ausstattung am Balver Krumpaul mit Kunstrasen, kleinem Fußball-Feld, Beachvolleyball-Anlage und Vereinsheim. Zudem steht noch am Spielfeldrang die alte Holzhütte als Unterstand zur Verfügung.
Foto: WP
  • Fußball-B-Ligist SG Balve/Garbeck nutzt zwei Kunstrasen-Anlage
  • Vereinschef Christian Müller meldet „Vollauslastung auf beiden Plätzen“
  • Erste Senioren-Mannschaft trainiert und spielt in Garbeck

Balve.  Die Fußballer der SG Balve/Garbeck müssen sich eigentlich vorkommen wie im Schlaraffenland. Denn der Fusionsklub ist in der glücklichen Lage, gleich zwei Sportanlagen nutzen zu können – jeweils mit modernem Kunstrasen ausgestattet. Dass zudem die so genannte Infrastruktur mit bestens ausgestatteten Vereinsheimen stimmt, macht die Lage beim heimischen B-Ligisten sogar richtig komfortabel.

„Eine Anlage reicht nicht“

„Wir sind froh, dass wir solche Möglichkeiten haben“, sagt der erste Vorsitzende Christian Müller. Der in heimischen Fußball-Szene auch als exzellenter Torwart der alten Schule bekannte Balver stellt aber auch fest, „dass wir beide Plätze nötig haben“. Mit nur einer Anlage würde der Verein auch aufgrund der Vielzahl von Mannschaften im Senioren- und Jugendbereich wohl an seine Grenzen stoßen.

So gibt es zum einen den Sportplatz „Am Krumpaul“, der unmittelbar am Balver Schulzentrum gelegen ist und der die direkte Anbindung zur im Winter oft für Turniere genutzten Dreifachturnhalle bietet. Dort nutzt der Verein schon seit vielen Jahren in Eigenregie betriebene Umkleidekabinen und Duschen, der recht lange Marsch zum Spielfeld bleibt den Protagonisten jedoch nicht erspart. „Aber diese 30 Meter oder so sind doch eigentlich schnell gegangen“, begegnet Müller jeglichen Anzeichen von Kritik mit der fast schon entwaffnenden Aussage, dass das schon seit vielen Jahren so sei. Und dass sich darüber noch niemand großartig beschwert habe.

Kurze Wege hingegen gibt es am Garbecker „Holloh“, wo das Umkleidegebäude nah am Platz liegt – direkt neben der „Abseitsfalle“, dem viel genutzten Vereinsheim mit dem Komfort eines erst vor kurzem errichteten Vorbaus, der vor allen Dingen bei schlechtem Wetter Schutz bietet.

„Beide Sportstätten sind für uns wichtig“, sagt Christian Müller und berichtet, dass andere Vereine ebenfalls über solche Vorzüge verfügen würden. „Die liegen allerdings in der Regel bei einander und sind fußläufig schnell zu erreichen. Bei uns sind die Plätze räumlich doch ein Stückchen weiter von einander getrennt.“

Vereinsbesitz

Der SG-Präsident gewährt in diesem Zusammenhang einen Blick in die Geschichte des Fusionsklubs. Dessen Partnervereine VfK Balve und FC Germania Garbeck hatten jeweils eigene Anlagen und brachten diese „Vermögen“ mit in die seit 1991 bestehende Fußball-Ehe. Seit dieser Zeit nutzt man halt die Vorzüge von zwei intakten Plätzanlagen, wobei der Garbecker „Holloh“ dem Verein gehört und der „Krumpaul“ in städtischem Besitz ist. „Wir sind Hauptnutzer, das vor anderthalb Jahren errichtete Vereinsheim aber wird von uns als Eigentümer betrieben“, erklärt Müller die jeweiligen Verhältnisse.

Er selbst bezeichnet die räumliche Trennung von „Holloh“ und „Krumpaul“ als gar nicht einmal so nachteilig. Schließlich würden die Anlagen nur ein paar Steinwürfe auseinander liegen – in Luftlinie sind es gerade einmal 1,5 Kilometer, mit dem Auto muss man knappe drei Kilometer fahren. „Das ist nicht die Welt, das geht sogar recht schnell – in wenigen Minuten ist man vor Ort“, so Müller.

Die vielen Mannschaften der SG Balve/Garbeck indes müssen diesen Pendelverkehr nicht auf sich nehmen, in der Regel ist die Verteilung auf die jeweiligen Plätze festgelegt. So sind die Nachwuchsteams sowohl am „Krumpaul“ als auch am „Holloh“ heimisch. „Wir haben alle Jahrgänge besetzt, und bei den A- und B-Junioren bilden wir Spielgemeinschaften mit dem SV Affeln“, erklärt der SG-Chef in groben Zügen die Struktur im Nachwuchsbereich des Fusionsklubs.

„Jede einzelne Mannschaft beansprucht eigene Trainingszeiten – gerade die jüngeren Jahrgänge treffen sich schon am Nachmittag. Wer bei uns von einer Vollauslastung redet, liegt ganz bestimmt nicht falsch.“ Trotz der beiden Anlagen bleib es aber nicht aus, dass sich einige Teams beim Training auf Plätzhälften beschränken müssen. Bei den Mädchen, die ja mit Rot-Weiß Mellen gemeinsame Sache machen, sieht es etwas anders aus – einige Teams trainieren in Balve, andere treffen sich auf dem Rasenplatz an der Meller Schützenhalle.

Senioren sind in Garbeck heimisch

Die Senioren indes haben ihre Aktivitäten wieder nach Garbeck verlagert, zuletzt war man stets am in Balve aktiv. „Wir trainieren hier, deshalb tragen wir hier auch unsere Heimspiele aus“, sagt Thorsten Otte, der Trainer der B-Liga-Kicker, die vor gut einer Woche die Vorbereitung auf die neue Spielzeit in der „zweiten Liga“ des Kreises Arnsberg aufgenommen haben. Folgerichtig findet am Samstag, 30. Juli, der erste Heimtest am „Holloh“ statt – die Partie gegen SV Hüsten 09 II beginnt dann um 14.30 Uhr.

Die Altherren-Fraktionen indes nutzen beide Anlagen. So bevorzugen die Balver den „Krumpaul“, die Garbecker Oldies sind am „Holloh“ zu Hause. „Anders wäre das auch gar nicht möglich, bei rund 40 Leuten würde es auf einem Platz ganz schön eng“, sagt Christian Müller, dessen Verein den Komfort mit zwei intakten Sportplätzen sehr wohl zu nutzen weiß.

 
 

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