Die erste von zwei Aufstiegstüren steht offen

Gelingt am Sonntag der große Coup? Ein Sieg in Everswinkel würde den HSG-Damen und Trainer Kai Harbach den Aufstieg in die dritte Liga bescheren. Foto: Julian Gebhardt
Gelingt am Sonntag der große Coup? Ein Sieg in Everswinkel würde den HSG-Damen und Trainer Kai Harbach den Aufstieg in die dritte Liga bescheren. Foto: Julian Gebhardt
Foto: Julian Gebhardt

Menden.. Sie haben zwei Chancen, und die erste wollen sie gleich nutzen. Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen können am Sonntag beim SC DJK Everswinkel (17 Uhr) die Meisterschaft im westfälischen Oberhaus perfekt machen und nach elfjähriger Abstinenz in die Drittklassigkeit zurückkehren.

Ein Sieg, und alles ist klar. Dann können die Mendenerinnen vom Verfolger TSV Hahlen nicht mehr über-, sondern nur noch eingeholt werden – falls man das finale Heimspiel gegen Teutonia Riemke verlieren sollte. Und dann zieht der direkte Vergleich, und der spricht ganz klar für den Tabellenführer (34:20, 22:18).

Allerdings gibt es ein kleines Problem: Die HSG konnte noch nie in Everswinkel gewinnen. Und nicht nur deshalb machte Trainer Kai Harbach in dieser Woche eine gewisse Anspannung bei seinen Spielerinnen aus. „Die sind alle nervös wie die Rennpferde“, sagt der Kamener.

Daher wird es wichtig sein, wie die HSG-Damen ihre Aufgeregtheit in den Griff bekommen. „Schaffen wir das, gewinnen wir auch“, sagt Kai Harbach. „Helfen würde der Mannschaft sicherlich auch, wenn viele Fans mitfahren würden, denn Everswinkel hat immer eine gut gefüllte Halle.“

Aber der Coach vertraut auch auf die Klasse und den Willen seiner Mannschaft, das große Ziel zu erreichen. Trotz des Maifeiertages hat die Mannschaft das Training am Montag nicht ausfallen lassen. „Wir sind im Moment einfach gut drauf, und vor dem Hintergrund, dass wir es am Sonntag schaffen können, ist die Motivation noch größer“, glaubt Kai Harbach.

Gelassener angehen kann man es dagegen beim Nachbarn TV Menden-Schwitten. „Die Luft ist ‘raus, die Anspannung nicht da und das Training reduziert“, bringt Frauenwartin Julia Wiemann die Situation auf den Punkt.

Allerdings würde man in den beiden verbleibenden Spielen am Sonntag daheim gegen den designierten Absteiger Königsborner SV (15.30 Uhr, Kreissporthalle) und zum Saisonausklang bei der ebenfalls gefährdeten DJK Coesfeld gerne noch vier Punkte holen, „um dann vielleicht noch einen oder zwei Plätze zu klettern“.

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