BSV-Trainer Elbracht: Die Lage hat sich nicht verschlechtert

Foto: Julian Gebhardt

Menden.. Der Abstiegskampf wird zunehmend zur Geduldsprobe. Diese Erkenntnis mussten am Sonntag die Fußballer des BSV Menden aus der 0:1-Heimpleite gegen die SG Hemer mitnehmen – es war erneut ein herber Rückschlag im Kampf um die weitere Mitgliedschaft in der Landesliga.

Mark Elbracht wollte die Niederlage gegen den Kreisrivalen aber nicht dramatisieren. „Die Lage hat sich für uns jedoch keineswegs verschlechtert“, sagte der BSV-Trainer. Ihm war allerdings auch bewusst, dass man gegen Hemer eine große Chance im Abstiegskampf hat liegen lassen. „Wir hätten einen Riesensatz nach oben machen können. Doch es bringt nichts zurückzublicken“, so Elbracht – ein Sieg hätte den Sprung auf Platz elf bedeutet.

Schade fand der Mendener Coach die Tatsache, dass vor der Fahrt zum SV Rothemühle am kommenden Samstag (17 Uhr), der Druck auf sein Team wieder gestiegen ist. Und: Elbracht warnt vor überzogenen Erwartungshaltungen.

„Es kann keiner erwarten, dass wir nach Niederlagen immer solche Leistungen wie beim 2:0-Sieg in Weißtal abrufen können. Aber wir werden sicherlich auch nach Rothemühle fahren, um gewinnen zu wollen“, denkt Elbracht vor der Fahrt in den Kreis Olpe rein Ergebnis bezogen.

Der Dortmunder will sich in den letzten vier Saisonspielen weiterhin nur auf seine Mannschaft und den jeweiligen Gegner konzentrieren. „Warum sollen wir uns Gedanken, um die anderen Spiele machen. Deren Ausgänge können wir doch sowieso nicht beeinflussen. Es reicht doch, dass die Teams im unteren Tabellenbereich noch gegeneinander spielen und sich so gegenseitig die Punkte wegnehmen“, will Elbracht auf Hochrechnungen verzichten.

Dass die Zuschauerkulisse am Sonntagabend im Huckenohl prächtig war, hat auch Mark Elbracht gefreut. „Es macht doch Spaß, vor so vielen Leuten zu spielen“, so der Coach. Elbracht glaubt allerdings nicht, dass sein Team durch die stattliche Kulisse von rund 600 Zuschauern gehemmt war. Er machte vielmehr den Unterschied zwischen beiden Mannschaften in einer Personalie aus. „Uns hat am Sonntag ein erfahrener Mann gefehlt, der die Fäden in der Hand hält – Hemer hatte den in Achilleas Courtoglou“, so Elbracht, der damit den verbalen Schlussstrich unter das verlorene Kreisderby zieht. „Das Spiel ist abgehakt. Wir blicken jetzt nur noch auf den SV Rothemühle“, macht der BSV-Coach deutlich.

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