BSV-Trainer Elbracht: Der Kopf entscheidet über den Klassenerhalt

BSV-Trainer Mark Elbracht (rechts): „Wir wollen so viele Mannschaften hinter uns lassen, dass wir nicht absteigen.“                        WP-Foto: Alexander Bonsendorf
BSV-Trainer Mark Elbracht (rechts): „Wir wollen so viele Mannschaften hinter uns lassen, dass wir nicht absteigen.“ WP-Foto: Alexander Bonsendorf
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Menden.. Das neue Vereinsheim des BSV Menden wird ab der Saison 2012/2013 die Herzkammer des Vereins vom Huckenohl sein. Und: Die künftige Heimstatt möchte man natürlich als Landesligist in Besitz nehmen – am Sonntag beginnt für die Rot-Weißen jedoch das Unternehmen Klassenerhalt.

Die WP-Sportredaktion unterhielt sich vor dem Auftaktspiel bei Germania Salchendorf (15 Uhr) mit BSV-Trainer Mark Elbracht.

Frage: Sie sind jetzt seit etwas mehr als zwei Monaten beim BSV Menden tätig. Gibt es Unterschiede zu ihren bisherigen Klubs?

Mark Elbracht: Hier in Menden stimmt eigentlich alles. Dieser Verein hat eine perfekte Anlage, die nichts zu wünschen übrig lässt. Und bei allen Einheiten hatte ich das Gefühl, dass die Jungs voll mitziehen und dass sie genau wissen, was wichtig ist. Leider war die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung durch diverse Gründe nicht immer so groß, wie man es sich wünscht. Von Vereinsseite werde ich aber voll unterstützt, auch die Arbeit mit dem sportlichen Koordinator Ralf Essmann klappt toll.

Frage: Wie sicher sind Sie, dass der Abstieg verhindert wird?

Elbracht: Natürlich super sicher! Es wird wichtig sein, wie sehr sich die Spieler mit dieser gewiss ungewöhnlichen Situation „anfreunden“. Kampf und Leidenschaft müssen stimmen, persönliche Eitelkeiten müssen zurückgestellt werden – das alles wird entscheidend sein.

Frage: Nach der 2:5-Niederlage im Testspiel gegen den SSV Meschede sagten Sie, dass ihr Team noch drei Wochen brauchen würde. Wo sehen Sie im Moment bei Ihrer Mannschaft die größten Defizite?

Elbracht: Es geht vor allem um den Kopf. Es fehlt in vielen Momenten einfach die nötige Konzentration. Die Mannschaft kann große Qualität haben, wenn sie es schafft, die Basis für 90 Minuten konzentriertes Mannschaftsspiel zu haben.

Frage: Gibt es einen Gewinner und Verlierer der Vorbereitung? Was war positiv, was war negativ?

Elbracht: Eigentlich mag ich das Wort „negativ“ nicht. Über die Trainingsbeteiligung, die sicherlich besser hätte sein können, haben wir schon mehrfach gesprochen. Ganz bitter war natürlich, dass Nico Beckmann eine solch brutale Verletzung (Kreuzbandriss) erlitten hat. Das trifft ihn am härtesten, ist von der Mannschaft aber nicht zu kompensieren. Auf einzelne Namen möchte ich jedoch nicht eingehen. Den Nicht-Abstieg können wir eh nur gemeinsam schaffen. Wenn das jedem bewusst wird, sind wir alle Gewinner. Dieser Gedanke gefällt mir natürlich am besten.

Frage: Mit Blick auf die Konkurrenz – wen kann der BSV hinter sich lassen?

Elbracht: Ganz ehrlich? Wen wir hinter uns lassen, ist mir völlig egal. Es sollten aber so viele Mannschaften sein, dass wir nicht absteigen. Ist doch logisch, oder?

Frage: Wie sieht die Zukunft des Mark Elbracht nach dem Ende der Saison aus?

Elbracht: Es gefällt mir sehr gut beim BSV. Die sportliche Situation ist sicherlich schwierig, aber lösbar. Darüber hinaus gibt es noch keine konkreten Gedanken. In erster Linie bin ich hier als „Ersatz“ für Andi Bücker.

 

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