BSV Menden und TuS Langenholthausen sind keineswegs auf der sicheren Seite

Foto: Julian Gebhardt WP

Balve/Menden.. Für die Fußballer aus Menden und Balve ist das Pflichtprogramm in diesem Jahr absolviert. Die Auf- und Abstiegsfrage der Saison 2011/12 ist allerdings längst noch nicht geklärt. Dank der Ligenstrukturreform, die zur nächsten Spielzeit greifen soll, dürfte dieser Aspekt bis zum Ende der laufenden Serie aktuell sein.

Zusammengefasst sieht die Reform für den Amateurfußball ja vor, dass es zur nächsten Spielzeit wieder eine Oberliga Westfalen geben wird. Hinzu kommen zwei Westfalenligen mit jeweils 16 Mannschaften. Die Landesligen werden von fünf auf vier Staffel mit jeweils 16 Teams verkleinert. Die Bezirksligen indes schrumpfen von 15 auf 12 Staffeln, die umfassen dann allerdings jeweils 18 Mannschaften.

Die WP-Sportredaktion hat einmal versucht, anhand der elfseitigen Auf- und Abstiegsregelung des Westfälischen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes, die Situation für die heimischen Klubs zu beschreiben.

Zunächst muss der Blick aber auf die NRW-Liga gerichtet werden. Denn nach der Zahl der westfälischen Vereine, die aus dieser Klasse in die zukünftige Oberliga Westfalen zurückkehren, richtet sich auch die Zahl der Auf- und Absteiger in den darunter liegenden Ligen. Nach heutigem Stand würden sechs westfälische NRW-Ligisten – RW Ahlen, Westfalia Herne, TuS Erndtebrück, TuS Dornberg, Westfalia Rhynern, SV Schermbeck – einen Platz im künftigen Oberhaus des westfälischen Verbands einnehmen. Hinzu kommen die beiden Meister aus den jetzigen Westfalenliga-Gruppen. Diese könnten jedoch auch direkt in die Regionalliga aufsteigen, wenn sie sich in einer Relegation gegen einen NRW-Ligisten durchsetzen.

Aufgefüllt wird die Oberliga Westfalen mit den Zweiten bis Sechsten jeder Westfalenliga-Staffel.

Durch den vermehrten Aufstieg werden zusätzliche Landesligisten den Sprung die Westfalenliga schaffen. Neben den Meistern der fünf Landesliga-Staffeln würden nach aktuellem Stand noch die Zweit- und Drittplatzierten einer jeden Gruppe direkt aufsteigen. Zusätzlich könnten die Viertplatzierten aller fünf Staffeln in einer Relegation einen weiteren Aufsteiger ermitteln.

In der kommenden Saison gibt es allerdings nur noch vier Landesliga-Staffeln. Deshalb müssen wohl insgesamt 23 Mannschaften absteigen, um auf die neue Teilnehmerzahl von 64 (vier Staffeln mit jeweils 16 Teams) zu kommen. Das bedeutet, dass neben den drei Letztplatzierten einer jeden Staffel acht weitere Teams den Gang in die Bezirksliga antreten müssen. Konkret: Die Viertletzten aller fünf Staffeln steigen ab, und die Fünftletzten müssen in einer Relegation drei weitere zukünftige Bezirksligisten ausspielen.

Somit müsste der BSV Menden, derzeit auf Platz 13 in der Landesliga 2, den Gang in die Bezirksliga antreten – wenn denn die Saison bereits jetzt beendet wäre.

Die Bezirksligen umfassen zur nächsten Saison nur noch zwölf Staffeln. Durch den vermehrten Abstieg aus der Landesliga müssen neben den üblichen 45 Absteigern aus den derzeit 15 Gruppen insgesamt 33 weitere Teams den Gang in die Kreisligen antreten. Das bedeutet, dass momentan neben den drei letzten Plätzen auch die viert- und fünftletzten Ränge jeder Bezirksliga-Staffel die Fahrkarten nach unten bedeuten würden. Somit wäre der TuS Langenholthausen – derzeit Zwölfter in der Gruppe 7 – keineswegs auf der sicheren Seite.

Allerdings: Genaueres wird man erst zum Saisonende wissen.

 

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