BSV Menden fehlt vor dem Tor die nötige Cleverness

Der Einsatz stimmte, das Resultat leider wieder nicht: Marcel Dickehut (rechts), Wolfgang Leipertz (im Hintergrund) und der BSV Menden kassierte gestern eine bittere 1:2-Niederlage. WP-Foto: Stefanie Albedyhl
Der Einsatz stimmte, das Resultat leider wieder nicht: Marcel Dickehut (rechts), Wolfgang Leipertz (im Hintergrund) und der BSV Menden kassierte gestern eine bittere 1:2-Niederlage. WP-Foto: Stefanie Albedyhl
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Dröschede.. Sie kommen einfach nicht von der Stelle. Für die Fußballer des BSV Menden wird der Abstiegskampf in der Landesliga 2 immer mehr zur Nervensache. Die Rot-Weißen kassierten am Sonntag eine weitere Pleite – 1:2 (0:0) hieß es nach dem Kreisderby bei Borussia Dröschede.

Wenn man nur die Tabelle der Staffel 2 betrachtet, erscheint solch eine knappe Niederlage beim Tabellenzweiten nicht als Beinbruch. Doch wenn man die 90 Minuten auf der Dröscheder Emst Revue passieren lässt, kann man den Ärger im Lager des BSV Menden durchaus nachvollziehen.

„Ich kann der Mannschaft mal wieder keinen Vorwurf machen. Wir sind erneut an Kleinigkeiten gescheitert“, sagte BSV-Trainer Mark Elbracht nach dem Schlusspfiff. In der Tat war kein Unterschied zwischen dem Westfalenliga-Kandidaten aus Dröschede und den abstiegsbedrohten Rot-Weißen festzustellen. Die Elbracht-Elf scheiterte vielmehr an einer Portion Naivität und der fehlenden Cleverness. „Es war halt die Summe vieler Kleinigkeiten“, so Mark Elbracht.

So nahmen seine Mannen kommentarlos gegnerische Foulspiele hin. Aus einer solchen Aktion resultierte dann die Dröscheder Führung: Marcel Hoffmann wurde gefoult, Schiedsrichter Ringhoff (Geseke) ließ die Partie aber weiterlaufen und gab Sekunden später Freistoß für die Hausherren, die jedes Foulspiel lautstark reklamierten – jener Freistoß aus dem Halbfeld von Cakmak landete zum 1:0 in Mendener Gehäuse (77.).

Dieser Treffer zeigte aber nur vorübergehend Wirkung. Denn der BSV bewies auch diesmal wieder eine gute Moral. Nach etwas zerfahrenen Beginn bissen sich die heimischen Fußballer in die Partie. „Dröschede hatte in der ersten Halbzeit vielleicht mehr vom Spiel. Doch große Torchancen haben wir nicht zugelassen“, resümierte Mark Elbracht.

Und tatsächlich musste nur einmal kräftig durchgeamtet werden, als BSV-Keeper Jörg Benik prächtig gegen Dröschedes Pajdzik parierte (37.). Solch eine Gelegenheit konnte der BSV im ersten Abschnitt jedoch nicht verbuchen. Allein die Versuche von Mirac Ekinci oder Marcel Hoffmann hatten einen Hauch von Torgefahr.

Nach der Pause legte der BSV noch eine Schüppe drauf und sollte die Partie immer besser in den Griff bekommen. Doch vor dem gegnerischen Tor ließ man die nötige Cleverness vermissen. So kam Salvatore Scapolaro gut 15 Meter vor dem Borussia-Kasten in Szene. Aber anstatt den Abschluss zu suchen, entschied sich der Italiener für einen weiteren Haken und blieb im Boden hängen (54.) – und musste anschließend ausgewechselt werden.

Selbst nach dem Rückstand hätte der BSV die Partie noch für sich entscheiden können. Aber René Weißbach zögerte zu lange (81.), und Dröschedes Et zeigte auf der anderen Seite, wie es geht – 0:2 (87.). Der Anschlusstreffer von Marcel Hoffmann in der Schlussminute war da nur noch Ergebniskosmetik.

 

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