BSV fehlt Entschlossenheit und steckt einen neuen Rückschlag ein

Ein ganz bitterer Sonntagabend für Kapitän Jochen Leipertz und den BSV Menden: Das Derby gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Kreisrivalen SG Hemer ging mit 0:1 verloren. WP-Foto: Julian Gebhardt
Ein ganz bitterer Sonntagabend für Kapitän Jochen Leipertz und den BSV Menden: Das Derby gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten Kreisrivalen SG Hemer ging mit 0:1 verloren. WP-Foto: Julian Gebhardt
Foto: Julian Gebhardt
Der Flug des BSV Menden Richtung Klassenerhalt musste am Sonntagabend wieder einen Zwischenstopp einlegen. Der Fußball-Landesligist unterlag im Heimspiel gegen die SG Hemer mit 0:1 (0:0). Eine Niederlage, die gewiss nicht unvermeidbar war.

Menden.. „Das ist Enttäuschung pur“, resümierte BSV-Trainer Mark Elbracht. Zusammen mit seinen Schützlingen musste er mit ansehen, wie der Gegner den Dreier im Huckenohl feierte, als stände damit der Klassenerhalt bereits fest. Hemers Coach Stefan Odenhausen war natürlich überglücklich. „Das war ein gutes Spiel“, jubelte der SG-Trainer.

Eine Ansicht, die vermutlich die meisten der 600 Zuschauer nicht teilen mochten. Denn es war halt Abstiegskampf pur, was gestern im Huckenohl geboten wurde.

Denn beide Mannschaften zeigten vor allem in der ersten Halbzeit sehr großen Respekt voreinander. Ihnen war anzumerken, dass keiner einen Fehler machen wollte. Die greifbare Mutlosigkeit führte dazu, dass es in der ersten Halbzeit nur sehr wenige Strafraumszenen inklusive Torgefahr gab. So war Igor Markus sichtlich überrascht, dass sich ihm eine Torschussmöglichkeit offerierte (32.).

Nach einem Dickehut-Kopfball wurde ein Schuss von Marcel Hoffmann abgeblockt (40.). Ein Freistoß von Hemers Courtoglou richtete aber auch keinen Schaden an. Es blieb also bei der Nullnummer zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel schien die Partie aber auf einmal Fahrt aufzunehmen. Erst parierte BSV-Keeper Jörg Benik glänzend gegen den allein vor ihm auftauchenden SG-Angreifer Demir (47.). Fünf Minuten später zeigte Hemers Keeper „Bimbo“ Jürgens seine Klasse und verhinderte die Mendener Führung, als Sebastian Schmerbeck frei vor ihm Nerven zeigte.

„Ich kann keinem meiner Spieler einen Vorwurf machen“, attestierte Mark Elbracht seinem Team den unbedingten Willen. Doch irgendwie war es diesmal nicht die Mannschaft, die vor Wochenfrist noch einen überzeugenden Auswärtssieg beim TSV Weißtal eingefahren hatte.

Denn gerade in die Phase, als die Hausherren die Partie scheinbar in den Griff bekommen sollten, fiel das Tor des Tages. Nach einer Ecke traf Hemers Karg das Aluminium des Mendener Tores – den Abpraller beförderte Tabanoglu ins BSV-Gehäuse. Die Elbracht-Elf zeigte sich aber keinesfalls geschockt, suchte zügig den Weg zum Tor von Jürgens. Der konnte nur 60 Sekunden nach der Führung für sein Team einen Schött-Schuss nur abklatschen. Leider war kein Rot-Weißer zur Stelle, um den Abpraller zu verwerten.

Die Hausherren bemühten sich weiterhin. Aber ihren Möglichkeiten fehlte die letzte Entschlossenheit. So in der 73. Minute, als nach feinem Zuspiel von Mirac Ekinci diesmal Marcel Hoffmann frei vor dem Hemeraner Tor stand. Doch auch er zeigte Nerven und scheiterte am souveränen SG-Fossil Jürgens. Die Gäste blieben mit Kontern gefährlich: Benik rettete ebenfalls erstklassig gegen Biehs (81.).

Mendens Schwäche lag gestern eindeutig im Abschluss. Und so blieb es bei der knappen Niederlage.

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