Bittere 28:29-Pleite in Soest: HSG zeigt Defizite im Angriff

Für Christian Thiele und die HSG Menden-Lendringsen war es ein bittere Abend: Beim Soester TV gab es eine 28:29-Niederlage.  WP-Foto: Alexander Bonsendorf
Für Christian Thiele und die HSG Menden-Lendringsen war es ein bittere Abend: Beim Soester TV gab es eine 28:29-Niederlage. WP-Foto: Alexander Bonsendorf
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Soest.. Es war wie immer, wenn der Spielplan der Handball-Oberliga die HSG Menden-Lendringsen nach Soest führt. Die Rückreise mussten die Schützlinge von Björn Wißuwa mt leeren Händen antreten – die HSG unterlag dem STV mit 28:29 (12:12).

Kein Wunder, dass es im Lager der heimischen Ballwerfer lange Gesichter gab. Doch Trainer Björn Wißuwa hatte den ersten Frust schnell verdrängt. „Wir müssen Soest zu einem verdienten Sieg gratulieren. Betrachtet man den kompletten Spielverlauf, geht das Ergebnis in Ordnung“, sagte er. Stephan Giacuzzo schloss sich der Meinung des Unnaers an. „Das war einfach zu harmlos, insgesamt war das zu wenig“, ärgerte sich der HSG-Manager über den Auftritt des heimischen Branchenführers.

Bei den Hausherren war der Jubel groß. Denn mit diesem Erfolg endete für sie eine Serie mit fünf Pleiten am Stück. „Dass sich beide Teams nicht viel tun, wussten wir. Ich bin daher froh, dass meine Mannschaft das umgesetzt hat, was sie sich vorgenommen hatte. Gefühlt war dieser Sieg deutlicher als nur ein Tor“, resümierte STV-Coach Dirk Lohse.

In der ersten Halbzeit dominierten beide Abwehrreihen, man schenkte sich nichts. Und so verwunderte es nicht, dass sich kein Team absetzen konnte. „Wir hatten den Soester Gegenstoß eigentlich ganz gut im Griff“, hatte sich nicht nur Wißuwa mehr erhofft. Weil sich aber die Gastgeber auch hinten keine Blöße gaben, blieb es ein Spiel auf Augenhöhe. So hatte Ansgar Heunemann die HSG in der 18. Minute mit dem 7:5 erstmals mit zwei Toren nach vorn gebracht. Dieser Vorsprung war aber durch den Doppelpack des wurfgewaltigen Toben Voß-Fels binnen weniger Sekunden wieder aufgebracht. Danach zog Soest per Doppelschlag von Axel Loer auf zwei Tore davon (12:10/28.). Und Marcel Vogler und Ansgar Heunemann sorgten postwendend dafür, dass es mit einem Remis in die Pause ging.

Aus der kamen die Hausherren besser heraus. Ketterer und Rückert bescherten Soest erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung (16:13/36.) – mit scheinbar Richtung weisendem Charakter. Denn in der Folgezeit sollte der HSG-Anhang das Gefühl nicht los werden, dass das eigene Team den Glauben an sich verloren hatte. „Wir sind nie ernsthaft in Gefahr gekommen, uns weh zu tun“, haderte auch Björn Wißuwa.

Dessen Mannen offenbarten zudem große Mängel in der Chancenverwertung. Und sie zeigten immer dann Nerven, wenn die Möglichkeit da war, wieder ins Spiel zu finden. So vergab Sebastian Loos leichtfertig die Chance zum 25:25-Ausgleich (51.), Soest aber zog im Gegenzug und in Unterzahl wieder auf zwei Tore davon. Der Rest der Partie lief nach dem selben Schema – die HSG kam nicht mehr heran, und Soest verbuchte einen verdienten Heimsieg.

 

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