Attraktivität des Mendener Hallenkicks ist ungebrochen

Einlaufen in der Kreissporthalle  vor dem Finale zwischen Menden Türk und BSV Menden. Foto: Alexander Bonsendorf
Einlaufen in der Kreissporthalle vor dem Finale zwischen Menden Türk und BSV Menden. Foto: Alexander Bonsendorf
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Menden.. Die Mendener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball ist bereits wieder Geschichte. Die 30. Auflage des Hallen-Championats wird als das Turnier mit den meisten Entscheidungen von der Strafstoßmarke in Erinnerungen bleiben. In sieben Spielen fiel am Finaltag die Entscheidung von der Marke.

Das trübte dann auch die sportliche Bilanz der diesjährigen Titelkämpfe. „Alle haben sich zu sehr unter Druck gesetzt. Keiner hat etwas riskiert, keine Mannschaft wollte einen Fehler begehen“, so Martin Reimann, Coach der DJK Bösperde, über das Sicherheitsdenken bei allen Teilnehmern des A-Turniers.

Ansonsten gab es mit A-Ligist Menden Türk einen verdienten Titelträger. Die Hensel-Schützlinge zeigten die meiste Leidenschaft und den größten Willen, um das Turnier zu gewinnen. Zudem hatte man auch das nötige Glück.

Denn in der Vorrunde profitierte man davon, dass die Schiedsrichter schon mal nach „Fingerspitzengefühl“ und nicht nach Regelwerk entschieden.

Mit der sportlichen Entscheidung hatte der diesjährige Ausrichter GFV Olympos Menden nichts zu tun. Etwas anderes hatten vermutlich nur die größten Optimisten im Lager des Hellas-Expresses erwartet. „Es wäre schön gewesen, wenn wir am Sonntag noch dabei gewesen wären. Aber ich denke, wir waren ein guter Gastgeber. Das war eine große Herausforderung für den Verein“, atmete Kosta Tzortzos, der erste Vorsitzende des GFV Olympos Menden, nach der Siegerehrung erst einmal durch.

Sein Klub sorgte für einen reibungslosen Turnierablauf und verdiente sich Lob von allen Seiten. Die Sorgen um die sportliche Zukunft in der A-Liga waren am Wochenende nebensächlich.

Die beiden Tage an der Werler Straße zeigten einmal mehr, dass die Stadtmeisterschaften eine feste Größe sind. Über 1900 Zuschauer sind ein deutlicher Beleg für die Attraktivität dieser Veranstaltung. Bei den Stadtmeisterschaften in Iserlohn und Hemer sorgten dagegen Theater unter Zuschauer und Spielern für Misstöne. In Menden war dagegen alles ruhig. „Das zeigt doch, dass die Mendener Fußballfamilie sich versteht. Und wenn es einmal hitzig wird, klatscht man sich halt ab“, so Martin Reimann, der Trainer der DJK Bösperde.

Der Bösperder konnte auch der wiederaufkommenden Diskussion der Besucher „früher war alles besser“ nichts abgewinnen. „Diese Vergleiche passen doch nicht. Das Spiel ist auch in der Halle schneller geworden“, sprach Reimann zahlreichen Kennern aus der Seele.

Was bleibt von der 30. Auflage der Stadtmeisterschaft haften? Die Freude auf das Championat 2013, das der VfL Platte Heide ausrichten wird. Und auf die Hoffnung, dass die Akteure im kommenden Jahr wieder mutiger auf den Spielfeld agieren.

 
 

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