Arbeitskreis sagt „Nein“ zum Antrag der Balver Fußball-Klubs

Langenholthausens Geschäftsführer Andreas Aßhoff, hier bei der Auslosung zur Balver Hallen-Stadtmeisterschaft, kämpft vehement für den Verbleib nicht nur seines Vereins im Fußball-Kreis Arnsberg.
Langenholthausens Geschäftsführer Andreas Aßhoff, hier bei der Auslosung zur Balver Hallen-Stadtmeisterschaft, kämpft vehement für den Verbleib nicht nur seines Vereins im Fußball-Kreis Arnsberg.
Foto: WP
Seit Montag sind die Hoffnungen der Balver Fußballvereine auf einen Verbleib im Kreis Arnsberg wieder gesunken. Der Arbeitskreis Industrie/Südliches Westfalen hat es abgelehnt, den Arnsberger Antrag auf Verbleib der heimischen Klubs im Kreis zu unterstützen.

Menden.. Über diesen Antrag wird am 16. und 17. März auf der Tagung der ständigen Konferenz des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen entschieden. „Wir waren uns einig, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Ausnahmen schaffen können. Denn es ist ja überhaupt nicht klar, in welcher Form es überhaupt zu einer Kreisstrukturreform kommt“, bestätigte Ulrich Jeromin, Sprecher des Arbeitskreises und Bochumer Kreisvorsitzender die WP-Anfrage.

Eine logische Entscheidung

Für Andreas Joswig, der Vertreter des Iserlohner Kreises im Arbeitskreis, ist die Entscheidung logisch. „Der Arbeitskreis kann sich doch gar nicht anders äußern. Gäbe es jetzt schon Ausnahmen, würde man damit eine Lawine lostreten“, so der Hemeraner mit Blick auf die zahlreichen Diskussionen um Ausnahmen in den vergangenen Wochen.

Die Task-Force des Verbandes hat bei ihren Reisen durch das Verbandsgebiet eine sehr fragwürdige Rolle gespielt. So hatte man den Balver Vereinen am 14. Februar beim Informationstreffen des Fußballkreises Arnsberg Hoffnungen gemacht, dass es zu keiner Zwangsumsiedlung in den Märkischen Kreis kommt.

Reinhard Pietz macht seinem Frust Luft

„Das war scheinbar nur Geschwätz“, macht auch Reinhard Pietz, der Vorsitzende des Arnsberger Kreisfußballausschusses, seinen Frust Luft. Die Verbands-Delegation hatte damals ihre Unterstützung zugesagt und gemeint, dass die anderen Kollegen in der Ständigen Konferenz gewiss nicht gegen die „Sache“ stimmen würden.

Andreas Aßhoff, Geschäftsführer des TuS Langenholthausen, mag den Worten des Verbandes auch keinen Glauben mehr schenken. „Hier wird scheinbar bewusst die Unwahrheit gesagt“, so Aßhoff, auch mit Blick auf das WP-Interview mit Gundolf Walaschewski, dem Leiter der Task-Force.

Der hatte dort unter anderem behauptet, dass nur die Kreise gegen Reformen wären, deren Vorsitzende diese ablehnen würden. „Wenn er weiter solche Unwahrheiten verbreitet, muss er sich eventuell in Zukunft gefallen lassen, als Lügner bezeichnet zu werden“, so Andreas Joswig.

"Diese Reform muss gestoppt werden"

Joswig zeigt den einzig möglichen Weg auf. „Diese Reform muss gestoppt werden“, setzt der Funktionär auf ein deutliches Zeichen der ständigen Konferenz in Richtung Verbandstag im Mai.

Der dann sogar überflüssig wäre und eine fünfstellige Summe einsparen würde. Im Kreis Arnsberg gibt man sich ebenfalls kämpferisch. „Wir müssen darum kämpfen, dass die gesamte Kreisstrukturreform gekippt wird und endlich auf neue Beine gestellt wird – von der Basis nach oben“, sagt Reinhard Pietz. „Das kann man bedingungslos unterschreiben“, so sein Iserlohner Kollege Andreas Joswig.

Gemeinsamkeiten zwischen zwei Fußballkreisen. Da scheint mehr möglich.

 

EURE FAVORITEN