Abstiegskampf spitzt sich zu für BSV Menden

Enttäuschte BSV-Kicker: Die Mendener verloren in Rothemühle und rutschten wieder auf einen Abstiegsplatz. Foto: Leemreize.
Enttäuschte BSV-Kicker: Die Mendener verloren in Rothemühle und rutschten wieder auf einen Abstiegsplatz. Foto: Leemreize.
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Jetzt wird es richtig eng! Der Abstiegskampf spitzt sich für die Fußballer des BSV Menden weiter zu. Nach der 1:3 (1:1)-Niederlage beim SV Rothemühle am Pfingstsamstag sollte der Landesligist die restlichen drei Saisonspiele schon gewinnen, um die Klasse zu halten.

Menden.. Doch dabei müsste dann auch die Konkurrenz im Tabellenkeller mitspielen. Und die punktete am 27. Spieltag munter. Um so schmerzlicher ist deshalb auch die Niederlage in Rothemühle. Denn beim Aufstiegskandidaten waren die Rot-Weißen lange Zeit die bessere Mannschaft. Was auch unparteiische Zuschauer anerkannten. „Menden gewinnt hier das Spiel“, so ein Zuschauer aus Olpe in der Halbzeitpause. Davon war zu diesem Zeitpunkt auch BSV-Trainer Mark Elbracht überzeugt.

„Meine Mannschaft hat 60 Minuten wirklich gut gespielt. Doch wir nutzen unsere Chancen nicht. Der Unterschied war heute wieder ein Spieler, Rothemühle hatte halt einen Christian Runkel“, resümierte der tief enttäuschte Mendener Coach. In der Tat konnte man den Torjäger der Gastgeber als den entscheidenden Spieler der Partie bezeichnen.

Runkel, der in der kommenden Saison beim Regionalligisten SF Siegen spielt, erzielte einen Treffer selber und bereitete das zweite Tor seiner Mannschaft mustergültig vor. Doch es wäre allerdings zu einfach, die Niederlage nur an dieser Personalie festzumachen. Denn es waren noch weitere Unzulänglichkeiten, die den BSV auf die Verliererstraße und auf einen direkten Abstiegsplatz führten.

So in der 15. Minute, als Mirac Ekinci am eigenen Strafraum einen unerklärlichen Rückpass auf Jörg Benik spielte. Der Klärungsversuch des BSV-Torwartes misslingt völlig und landete beim vor ihm stehenden Rothemühler Christian Runkel. Der Goalgetter hat natürlich keine Mühe seine Farben mit 1:0 in Führung zu bringen.

Der BSV steckte diesen Rückschlag zunächst gut weg. Die Elbracht-Elf arbeitete sich in das Spiel hinein. Doch vor dem Tor der Hausherren, die sich keinesfalls wie ein zukünftiger Westfalenligist präsentierten, fehlte einfach die Durchschlagskraft.

Nico Schött vergab frei stehend die größte Mendener Chance (28.). Menden bekam die Partie immer besser in den Griff - Rothemühle wirkte in seinen Aktionen wenig zwingend. Drei Minuten vor der Pause sollte es dann den verdienten Lohn für die Mendener Bemühungen geben. Marcel Hoffmann setzte die Kunststoffkugel an die Querlatte, den Abpraller drückte der sehr fleißige Ayoub Alaiz zum 1:1 über die Linie.

Die heimischen Balltreter hielten nun alle Vorteile in den Händen. Auch wenn man kurz nach der Pause zweimal durchatmen musste. Rothemühles Runkel und Stremmel trafen jeweils den Pfosten (49./52.). Der BSV blieb am Ball und erarbeitete sich noch die ein oder andere Möglichkeit. Doch der Offensive (Schött, Hoffmann) fehlte wieder die Effektivität.

Die Gastgeber zeigten wie es ging. Im Angriff verlor der BSV den Ball und Rothemühle setzte einen schulmäßigen Konter. Runkel gelang von der Eckfahne eine traumhafte Flanke auf Stahl und dessen Kopfballtreffer beförderte den BSV dem Abstieg ein ganzes Stück entgegen (73.).

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