Wiedersehen macht nicht immer Freude

Hüsten/Olpe..  Wie sage ich’s meinem Kollegen? „Ich glaube, in dieser Situation ist man erstmal froh, wenn überhaupt nichts gesagt wird,“ antwortete Ottmar Griffel auf die Frage, ob und wie er den Hüstener Trainer Torsten Garbe nach dem Spiel getröstet hat.

Der Trainer der SpVg Olpe hat mit seiner Elf am Montag den SV Hüsten 09 mit 10:0 geschlagen. Das Besondere daran: Torsten Garbe, Trainer der so hart Getroffenen, war einst Griffels Spieler beim SuS Langscheid/Enkhausen.

Beide pflegen ein gutes Verhältnis, tauschen sich regelmäßig am Telefon aus. Doch am Ostermontag bedurfte es nicht vieler Worte. „Ich gönne ihm, dass er mit Hüsten die Klasse hält,“ meinte Griffel. Was soll man auch sonst sagen in dieser außergewöhnlichen Fußball-Stunde?

Zur Tagesordnung

Der Kantersieg im Hochsauerland war am Dienstag natürlich ein großes Thema in Fußballerkreisen. Doch die Hauptdarsteller nahmen es am Spiel-Abend selbst ohne Überschwang hin. „Wir sind zur Tagesordnung übergegangen,“ berichtete der Olper Trainer.

Griffel war am Tag drauf noch angetan von der Darbietung seiner Mannschaft. Sie habe gewissermaßen über den Kampf zum Spiel gefunden. Womit er dies nicht auf die 90 Minuten von Hüsten bezog, sondern auf die beiden letzten Partie zusammen. Kampf gegen Hohenlimburg, Spiel gegen Hüsten. Mit dem 1:0 über die Hohenlimburger wuchtete sich die SpVg Olpe aus der Mini-Durststrecke von zuvor zwei Niederlagen. In Hüsten war dann Zaubern gestattet. Zur Pause, beim 4:0, war die Partie durch.

Gute Individualisten

Griffel gab zu, nicht damit gerechnet zu haben, dass seine Elf den Gegner derart beherrscht. „Hüsten hat gute Leute, gute Individualisten,“ weiß er. Das deuteten die Hochsauerländer vor der Halbzeitpause auch an. Griffel: „Zwei, drei Mal hatten sie Aktionen, bei denen wir auch gut und gerne ein Gegentor hätten kassieren können. Da haben sie in der Zentrale gut kombiniert, und Christian Bölker musste hervorragend reagieren.“ Da stand es jedoch schon 0:4, und ein Tor später, als David Ohm traf, war die Partie entschieden, auch weil das Hüstener Gefüge in sich zusammenfiel.

Am Sonntag kommt der personell gebeutelte SV 04 Attendorn zum Kreuzberg. Apropos Tagesordnung. Griffel nüchtern: „Das 10:0 beeinflusst unsere Vorbereitung auf Attendorn nicht.“

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