VSV Wenden begeistert seine Fans beim 4:0 im Spitzenspiel

Wenden/Schönau.  Der VSV Wenden bläst zum Angriff auf die Spitze, spätestens seit gestern ist die Mannschaft von Jörg Rokitte ein ernsthafter Anwärter auf die vorderen Plätze. Denn nicht anders lässt sich der 4:0 (3:0)-Sieg der Wendener deuten, zumal der nicht gegen irgendeinen Gegner erzielt wurde, sondern gegen den TSV Weißtal, der als Tabellen-Dritter und mit der Empfehlung von sechs Spielen ohne Niederlage nach Schönau gekommen war.

Jörg Rokitte strahlte: „Ein großes Spiel meiner Mannschaft, die den Gegner zu jeder Zeit im Griff hatte und somit als verdienter Sieger auch in der Höhe vom Platz geht. Selbst nach dem Platz Verweis haben wir uns gute Möglichkeiten erarbeitet, aber leider nicht verwertet.“

4:0 ist eine Ansage. Aber genau so ist es die Art und Weise, wie die Wendener diesen Erfolg herausspielten. „Wir haben gar nicht stattgefunden,“ kritisierte Gästetrainer Alfonso Rubio-Doblas. Eine Aussage, die zeigt, wie überlegen der VSV war. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss, die gut 150 Zuschauer hatten, so sie es mit den Platzherren hielten, ihre helle Freude.

Erst recht, als die Wendener ihre Dominanz auch noch in Zählbares ummünzten. Muharram Shabanaj eröffnete die Torparade nach einer halben Stunde mit einem herrlichen Freistoß, der unten links einschlug und TSV-Torwart Marcel Schneider keine Chance ließ. Der Treffer löste die stärkste Phase des VSV Wenden aus, denn er war der erste von insgesamt dreien innerhalb von nur 14 Minuten. Heißt: Weißtal war zur Pause praktisch geschlagen.

Auf Vorarbeit von Lukas Kneisel ließ Alexander Großmann in der 41. Minute das 2:0 folgen, und Sascha Rokitte legte nur zwei Minuten später zum 3:0 nach, als er sich, mit einem feinen Pass auf die Reise geschickt, wunderbar durchsetzte und vollendete. „Wenden hat uns den Schneid abgekauft und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht,“ musste Rubio Doblas anerkennen.

Er musste in der 54. Minute einen weiteren Nackenschlag hinnehmen, nämlich das 0:4. Für die VSV-Anhänger war es ein Genuss, denn es resultierte aus einem Weißtaler Freistoß. Den fing der VSV Wenden ab, kontere und bekam einen Eckball. Den drosch Christian Florath volley aus 23 Metern und halblinker Position halblinks in den Winkel, mit einer solchen Wucht, dass TSV-Torwart Schneider erst gar nicht sprang, sondern regungslos auf der Linie stehen blieb. Für den VSV ein rundum gelungener Adventssonntag, der durch die gelb-rote Karte gegen Lukas Kneisel wegen wiederholten Foulspiels leicht getrübt wurde; der 4:0-Schütze wird den Wendenern damit im Heimspiel gegen den SuS Niederschelden fehlen.

VSV: Von der Heiden, Eckhardt, Sebastian Großmann, Florath, Kneisel, Alexander Großmann (70. Hoffmann), Shabanaj, Arens, Schneider, Rokitte, Henne (84. Mazzotta).

 
 

EURE FAVORITEN