Vertrauen gehört der Aufstiegs-Mannschaft

Die sportliche Leitung der SG Finnentrop/Bamenohl: Die Trainer Mike Schrage (li.) und Frank Rottstock (r.) sowie der sportliche Leiter, Fabian Schmidtn mit den Neuzugängen, (vorn v.l.): Sven Folwarczny (FC Iserlohn), Dominik Rievers (SV Maumke) sowie Frederic Schilch und Samet Demiray (beide eigene A-Jugend).
Die sportliche Leitung der SG Finnentrop/Bamenohl: Die Trainer Mike Schrage (li.) und Frank Rottstock (r.) sowie der sportliche Leiter, Fabian Schmidtn mit den Neuzugängen, (vorn v.l.): Sven Folwarczny (FC Iserlohn), Dominik Rievers (SV Maumke) sowie Frederic Schilch und Samet Demiray (beide eigene A-Jugend).
Foto: WP
Am 14. Juni wurde in der H&R-Arena in Bamenohl Fußball-Geschichte geschrieben. Durch einen 3:2-Sieg über den FSV Werdohl sicherte sich die SG Finnentrop/Bamenohl die Vizemeisterschaft der Fußball-Landesliga hinter der SpVg Olpe und den damit verbundenen Aufstieg in die Westfalenliga.

Finnentrop/Bamenohl..  Zwei Westfalenliga-Aufsteiger aus dem Kreis Olpe und davon einen aus der Gemeinde Finnentrop, das gab es noch nie.

26 Tage später bat das seit 2014 amtierende Trainergespann, Frank Rottstock/Mike Schrage zum offiziellen Trainingsauftakt für die erste Westfalenliga-Saison in der 103-jährigen Vereinsgeschichte.

„Wir wollen natürlich den Durchmarsch schaffen“, konnte sich Frank Rottstock ein Lachen nicht verkneifen, als er nach dem Saisonziel gefragt wurde. „Im Ernst“, so Frank Rottstock, „über das Ziel brauchen wir nicht zu sprechen. Das klar der Klassenerhalt.“

Warnendes Beispiel Kirchhörde

Dem stimmt auch sein Trainer-Partner Mike Schrage zu: „Wenn ich mir die Neuzugänge bei den anderen Vereinen so ansehe, und das mit uns vergleiche, sieht man schon den Unterschied. Es wäre schön, wenn wir auch einmal einen erfahrenen Westfalenliga-Spieler bekommen könnten, aber das ist bei uns nicht möglich. Wir müssen die Herausforderung Westfalenliga als Kollektiv in der Mannschaft meistern. Unsere Geschlossenheit ist unsere Stärke. Wenn wir die wieder hinbekommen, sollte es mit dem Klassenerhalt möglich sein.“

Wie schwer es in der Westfalenliga werden kann, veranschaulichte Frank Rottstock am Beispiel Kirchhörder SC. „Gegen die hat Olpe vergangenes Jahr in der Relegation mit 0:3 keine Chance. Und Kirchhörde hat den Klassenerhalt in der Westfalenliga nur mit viel Mühe geschafft.“

Insgesamt 28 Spieler, darunter vier Torhüter, konnten Frank Rottstock und Mike Schrage sowie Lukas Grzelak, der Trainer der 2. Mannschaft, zum Auftakt begrüßen.

Darunter waren vier Neuzugänge für die Westfalenliga-Mannschaft. „Kurz vor Schluss haben wir noch einen neuen Spieler bekommen können. Aber fragt ihn nach seinem Namen lieber selbst“, sagte Fabian Schmidt, der sportliche Leiter der SG Finnentrop/Bamenohl, mit einem leichten Lächeln im Gesicht. Schmidt tat gut bei dem Tipp, denn dabei handelt es sich um einen echten Zungenbrecher.

Ein Neuzugang kurz vor Schluss

„Sven Folwarczny. Das kommt aus dem Polnischen“, stellte sich der schlaksige Stürmer mit einem Lächeln vor. „Bitte mal buchstabieren“, kam nach einem Achselzucken die Bitte der Reporter. Okay, das klappte.

Folwarczny kommt vom A-Jugend-Westfalenligisten FC Iserlohn. Der 18-Jährige wohnt in Plettenberg. Die Kontakte zur SG Finnentrop/Bamenohl kamen über einen Arbeitskollegen zustande. Nach einem Probetraining kam grünes Licht für den Wechsel. „Er kann sogar noch A-Jugend spielen. Sven will sich aber in einer höherklassigen Liga beweisen. Beim FC Iserlohn ist das kaum möglich. Die setzen eher auf gestanden Neuzugänge. Wir freuen uns, dass wir noch einen so talentierten Spieler bekommen konnten“, strahlte Fabian Schmidt.

Zwei A-Juniorenspieler

Der zweite externe Neuzugang ist Dominik Rievers, der bereits in der Jugend bei der SG Finnentrop/Bamenohl spielte, und nun vom B-Kreisligisten SV Maumke zu seinem Ex-Klub zurückkehrt. Dazu kommen zwei eigene A-Jugend-Spieler: Frederic Schilch für die Defensive und Samet Demiray für den offensiven Bereich. „Da müssen wir natürlich sehen, wie sich die neuen offensiven Spieler durchsetzen werden. Denn gerade vorne sind wir ja zum Beispiel mit Tim und Mike Schrage, Phillip Hennes oder auch Tobias Kleppel sehr gut aufgestellt“, sagte Frank Rottsock.

Vier Neue, kein Abgang. „Wenn jetzt nicht noch ein Spieler vom Himmel fällt, sind unsere Personalplanungen abgeschlossen“, so Frank Rottstock. „Die Spieler, die den Aufstieg geschafft haben, sollen jetzt auch die Früchte ihres Erfolges ernten.“

Dem stimmte auch Fabian Schmidt zu: „Wir vertrauen der Aufstiegs-Mannschaft.“

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