Verlängerung mit Griffel Entscheidung der reinen Logik

Arbeiten im Aufstiegsfall auch in der kommenden Saison eng zusammen: Olpes Trainer Ottmar Griffel (links) und Kapitän Denis Huckestein.
Arbeiten im Aufstiegsfall auch in der kommenden Saison eng zusammen: Olpes Trainer Ottmar Griffel (links) und Kapitän Denis Huckestein.
Foto: WP
Was lange währt, wird endlich gut. Ein Sprichwort, an das sich die Spielvereinigung Olpe in der T-Frage erinnert haben muss.

Olpe..  Denn: Als letzter überregionaler heimischer Fußballklub schaffte er jetzt Klarheit: Folge: Ottmar Griffel wird den Landesligisten auch in der kommenden Saison trainieren – aber nur im Fall des Aufstiegs (wir berichteten).

Außergewöhnlich: Begleitet wurde die Personalie von rätselhaften Turbulenzen hinter den Kulissen. Auf den ersten Blick basiert die Entscheidung auf der reinen Logik. Die Mannschaft präsentiert sehenswerten Fußball, steht im Halbfinale des Kreispokals, qualifizierte sich für die 3. Runde im Westfalenpokal und führt mit elf Punkten Vorsprung die Landesliga an.

„Wir spielen die zweite Saison hintereinander eine überragende Rolle. Ich bin mit der sportlichen Entwicklung der Mannschaft zu 100 Prozent zufrieden“, bilanziert Björn Schneider, der sportliche Leiter des Vereins. „Wir haben 2,7 Punkte pro Spiel geholt. Besser geht es nicht“, ergänzt der alte und neue Coach, der auf einen ,,sensationellen Vorsprung“ hinweist.

Feine Risse in heiler Fassade

Fest steht: Der großartige Erfolg spricht für Ottmar Griffel. Auf den zweiten intensiven Blick fallen jedoch feine Risse in der heilen Fassade am Kreuzberg auf.

Wie unsere Zeitung erfuhr, machte sich im Kader trotz des rasanten Höhenfluges eine gewisse Missstimmung hinsichtlich Trainingsarbeit und Taktik breit.

Nach Informationen unserer Zeitung sollen sowohl der Vorstand als auch die sportliche Leitung schon vor Wochen von der Verstimmung innerhalb des Teams unterrichtet worden sein.

Huckestein, spielender Co-Trainer

„Ich bin froh, dass wir kritische Spieler haben. Das hält uns hellwach. Entscheidend ist, dass die Mannschaft Erfolg hat. In einer Gruppe von 22 Männern muss es Spannungen geben“, meint Griffel.

Augenzeugen wissen, dass Kapitän Denis Huckestein, der an der Sporthochschule Köln studiert und kürzlich ein Praktikum beim VfL Bochum absolvierte, große Teile der Donnerstag-Schulung leitet und moderne Trainingsmethoden und -übungen umsetzt und trainieren lässt. Es sind Einheiten, die auch bei Bundesligisten in der täglichen Arbeit zu sehen sind.

„Denis ist ein absoluter Führungsspieler, der die eine oder andere Idee mitbringt. Er hat einen guten Draht zu Ottmar“, erklärt Schneider. Und Griffel ergänzt: „Er ist ein spielender Co-Trainer, der innovative Dinge mitbringt. Wir sprechen uns ab.“

Weitere Verstärkungen möglich

Das große Ziel der Kreisstädter lautet Westfalenliga. „Wenn wir wieder nur Zweiter werden, soll es eine Veränderung geben“, begründet Griffel seine Entscheidung, bei Nicht-Aufstieg die Olper Trainerbank verlassen zu wollen. Doch damit rechnet niemand, denn elf Punkte Vorsprung stellen ein dickes Polster da.

Vor diesem Hintergrund freuen sich die Olper über den Umstand, dass mit Steffen Hebbeker (FC Lennestadt) und Michel Alfes (VSV Wenden) die ersten Neuzugänge unter Dach und Fach sind. „Wir gucken“, antwortet Ottmar Griffel auf die Frage, ob weitere Verstärkungen folgen werden.

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