Udo Busse stellt klar: „Ich bin zurückgetreten“

„Nicht die Sportfreunde Dünschede haben die Reißleine zugezogen. Ich bin direkt nach dem Spiel gegen Möllmicke zurückgetreten.“ Auf diese Feststellung legt Udo Busse großen Wert. Für den Neu-Listernohler stand schon vor dem Heimspiel gegen Möllmicke fest: „Wenn wir verlieren, höre ich auf. Dann muss in Dünschede etwas passieren.“


Gesagt, getan: Nach der bitteren Heimpleite am 1. Mai trat Busse sofort als Trainer des Drittletzten zurück und ließ sich von einem SF-Vorstandsmitglied auch nicht mehr überreden, „eine Nacht darüber zu schlafen“. Schon die ganze Woche vor dem wichtigen Spiel gegen Möllmicke hatte sich der Trainer und ehemalige Torhüter mit einem möglichen Rücktritt beschäftigt. Die Rücktrittsgedanke n hatten sich seit dem Dienstagstraining mit nur fünf Spielern eher noch verstärkt.


Nach dem 0:3 am Sonntag war es dann soweit. „Ich höre auf und hoffe, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht“, informierte Udo Busse die Dünscheder Verantwortlichen. Und deshalb legt Busse Wert darauf, dass die Trennung von seiner Seite ausgegangen ist. Das bestätigt auch Vorstandsmitglied Marius König. „Udo ist nach dem Spiel zu uns gegangen und hat darum gebeten.“ Seiner ehemaligen Mannschaft drückt der Ex-Trainer im Abstiegskampf die Daumen. „Ich hoffe, dass sie es schafft.“


Schiedsrichter Fabian Tomasi hatte es beim Bezirksliga-Abstiegsduell zwischen dem SC Drolshagen und SV Ottfingen (2:2) nicht leicht. Beide Mannschaften kämpften mit viel Einsatz um jeden Meter und überschritten in den verbissen geführten Zweikämpfen nicht selten die Grenzen des Erlaubten. Immer wieder lagen Spieler nach Fouls auf dem Boden und mussten behandelt werden.


Anfang der zweiten Halbzeit benötigte der Unparteiische aus Netphen dann selbst Hilfe. Nach einem Schuss aus nächster Nähe blutete Tomasi aus der Nase und konnte nicht weiter machen. An der Seitenlinie kümmerten sich Drolshagens Trainer Matthias Würde und sein Betreuerteam um den angeschlagenen Schiedsrichter, versorgten ihn mit Taschentüchern und drückten ihm ein Kühlkissen in den Nacken.


Fabian Tomasi nahm es mit Humor und pfiff die Partie nach mehr als zehnminütiger Unterbrechung wieder an. Mit seinen Entscheidungen erntete der Referee Kritik auf beiden Seiten. Aber das muss für einen Unparteiischen ja kein schlechtes Zeichen sein.

 
 

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