U20-Staffel des Skiclubs Olpe hat Titelchancen

Immer für eine Top-Platzierung gut: Marie Ries vom Skiclub Olpe.
Immer für eine Top-Platzierung gut: Marie Ries vom Skiclub Olpe.
Foto: WP
Die Trauben hängen hoch im Stadion „Rote Erde“ in Dortmund, wenn am Wochenende die heimischen Nachwuchsathleten der U18 und U20 ihre Besten bei den Westfälischen Meisterschaften ermitteln.

Kreis Olpe/Dortmund..  Selbst Top-Drei-Plätze sind für die Mädels und Jungen der LG Südsauerland, der SG Wenden sowie der Startgemeinschaft SC Olpe und SC Fretter nur schwer erreichbar. Vor allem die großen Zentren wie Wattenscheid, Dortmund und Münster, aber auch aus dem Siegerland und Paderborn entsenden hochkarätige Vertreter in das altehrwürdige Stadion an der Strobelallee.

Christian Kramer realistisch

Die größten Titelchancen sollte die derzeit stark auftrumpfende U20-Staffel des SC Olpe über 4x100-Meter haben, die laut Meldeliste deutlich vor der LG Olympia Dortmund liegt. In Podiumsnähe liegt auch das Quartett der LG Südsauerland bei der WU18, doch eingreifen in den Kampf um die Medaillen können sie kaum.

„Für Eins bis Drei wird’s aber nicht reichen, die laufen alle 48er-Zeiten“, schätzt Christian Kramer, Trainer der LG Südsauerland, die Lage realistisch ein. Doch um die Plätze dahinter wird es sehr eng.

Eine Top-3-Platzierung ist für den aufstrebenden Niklas Butzkamm vom Skiclub Olpe über 100 Meter ebenso möglich wie für Sarah Langemann vom SCO über die 400 Meter Hürden und Julia Springob (SCO), die auf Rang 2 der Meldeliste über 100 Meter steht. Marie Ries, immer eine konstante Größe beim SC Olpe, sollte das A-Finale über die kurze Sprintstrecke erreichen. Alles Weitere wäre eine tolle Zugabe. Sophia Werthenbach (SCO) hat zumindest das B-Finale im Visier.

Die LG Südsauerland muss auf die starken U20-Jungs im Hochsprung und in der Staffel verzichten. „Am Abend vorher findet deren Abi-Ball statt“, zeigt Kramer Verständnis für die Absage.

Mit den U18-Athleten Julius Knoche und der Benolperin Alissa Radziewsky über 100 Meter sind zwei Sprinter am Start, die im ersten Jahr der neuen Altersklasse bereits die Norm geschafft haben. „Allein das ist schon ein Erfolg“, sagt Kramer. Für Alina Gierse (U18) sollten Endkampfplätze, das heißt, Top-Acht, zumindest mit der Kugel und dem Speer machbar sein. Mit dem Diskus ist sie zum ersten Mal auf westfälischer Ebene dabei. „Dafür haben wir schlechte Trainingsbedingungen, der Diskus ist für sie wie eine Wundertüte“, so Kramer abschließend.

Vielfachstarterinnen

Während der LC Attendorn trotz erreichter Quali-Leistungen (Lorena Rameil und Bettina Skowronski) auf einen Start in Dortmund verzichtet, bringt die SG Wenden drei Kräfte mit unterschiedlichen Ambitionen an die Strobelallee. Tim Christopher Thiesbrummel, in der U20 auf Platz vier der Meldeliste über 1500 Meter, hat Chancen aufs Podium. Für Marie Bayer (1500 Meter) und Nils Torben Wehner (3000 Meter), beide U18, war das Erreichen der Norm schon ein toller Erfolg.

Vielfachstarterin neben Alina Gierse ist auch Tamara Müller vom SC Olpe. Drei Einzelmeldungen über 100 Meter sowie im Hoch- und Weitsprung deuten ihre Vielseitigkeit an. Eine Top-Sechs-Platzierung ist zumindest im Hochsprung möglich. Beide Athletinnen werden darüber hinaus auch in ihren Staffeln zum Einsatz kommen.

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