Traumhaftes Jahr 2011 für Volleyballerin Isabel Schneider

Isabel Schneider (links) in Aktion. Ihre dynamischen Angriffe behielten gegen Münster oft die Oberhand.
Isabel Schneider (links) in Aktion. Ihre dynamischen Angriffe behielten gegen Münster oft die Oberhand.
Foto: WP

Ottfingen.. Ein erfolgreiches Jahr 2011 - im sportlichen wie im privaten Bereich - kann Volleyball-Ass Isabel Schneider aus Ottfingen Revue passieren lassen.

Ziel Nummer 1 mit TSV Bayer 04 Leverkusen erreicht: Im Frühjahr zum zweiten Mal in Folge unangefochten Zweitliga-Meister (Gruppe Nord) und, nachdem die finanziellen Mittel bereitgestellt waren, endlich Aufstieg in die Beletage des Volleyballs.

Ziel Nummer 2 im Sand ebenfalls erreicht: Teilnahme an der Beach-WM der U21 in Halifax (Kanada), Zugabe mit einem glänzenden 5. Platz.

So „ganz nebenbei“ baute sie ihr Abi: Isabel Schneider aus Ottfingen hatte ein aufregendes und erfolgreiches erstes Halbjahr 2011 hinter sich.

Zweites Halbjahr 2011 begann mit Niederlagen-Serie

Doch das zweite Halbjahr begann im Oberhaus zunächst mit neun Niederlagen in Serie, nur vier Sätze auf der Habenseite, kurz vor Weihnachten noch kein Erfolgserlebnis. Krise? „Keine Spur“ ist Isabels klare Aussage und verweist auf die intakte Moral der Mannschaft.

Die Bestätigung kam prompt, der erste Sieg ein Tag vor Heiligabend - ein glattes 3:0 - gegen Alemannia Aachen in der Höhle des Löwen vor knapp 1000 Zuschauern, ein vorweihnachtliches Geschenk.

Gut, die Alemannia hat Deutschlands „Grande Dame“ des Volleyballs, Angelina Grün, kurz zuvor an Dynamo Moskau verloren, aber das Publikum peitscht die eigene Mannschaft nach vorne. „Aachen ist sehr heimstark, die Fans gehen voll mit“ gibt Isa die Stimmung in der Halle wieder, „das war der Hammer.“ Und hofft nun natürlich auf den Klassenerhalt.

Neue Erfahrungen, neue Belastungen. Isa berichtet: „Zwei Tage vor Aachen das Spiel in Potsdam, Abfahrt acht Uhr, Spielbeginn 19 Uhr. 0:3, wir waren richtig schlecht. Und dann ging es im Bus direkt zurück, um vier Uhr waren wir wieder da.“

Die erste Liga ist doch eine ganz neue sportliche Herausforderung, trotz Erweiterung des Trainingsumfangs stehen die Bayer-Damen mit dem Rücken zur Wand.

Beach genießt hohe Priorität

Für das neue Jahr steht bei Isabel natürlich auch wieder Beach ganz oben auf ihrer sportlichen Prioritätenliste. Mit ihrer Partnerin des Vorjahres, Pia Riedel (Köpenicker SC), will die Zwanzigjährige möglichst viele Ranglistenturniere bestreiten, auch im Ausland: „Ich will mich international messen, weiter Erfahrungen sammeln.“

Und dann ist da im Hintergrund noch die U23-Europameisterschaft. Doch „das ist Entscheidung der Trainer, das kann ich nur durch Leistung beeinflussen, zumal ich noch zu den Jüngeren dieser Altersklasse zähle.“

Darüber hinaus hat die Ottfingerin ihr BWL-Studium in Köln begonnen: „Vorerst kann ich Studium und Sport sehr gut vereinbaren.“ Sprach’s und begab sich nur einen Tag nach Weihnachten zum nächsten Bundesliga-Heimspiel gegen USC Münster.

Allerdings hatte der Tabellen-Dritte aus Münster nichts zu verschenken, doch das 1:3 in der Smidt-Arena in Leverkusen vor mehr als 800 Zuschauern ist kein Beinbruch. „Wir müssen gegen Münster nicht gewinnen, es war kein Vier-Punkte-Spiel“, zeigte sich Isabel unmittelbar nach Spielschluss keineswegs geknickt, „es war auf jeden Fall eines unserer besseren Spiele.“

Der Kampf um den Klassenerhalt geht jetzt erst richtig los, auch wenn es gegen den Schweriner SC (2. Januar) und VC Wiesbaden (4. Januar), jeweils in eigener Halle (20 Uhr) erneut schwer wird. Und beide Kontrahenten haben eher die Tabellenspitze als den Keller im Blick.

 
 

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