Tina Brodkorb ist zweitbeste Deutsche

Julian und Tina Brodkorb.
Julian und Tina Brodkorb.
Foto: WP
„Weltklasseleistungen“, so heißt es auf der Homepage hallesche-werfertage.de. Mit dabei in Halle/Saale waren auch die Geschwister Tina und Julian Brodkorb vom LC Attendorn.

Attendorn/Halle..  3500 Zuschauer sahen bei den Werfertagen Top-Athleten aus 35 Nationen. Gerade für die jungen Werfer galt es, sich in internationalen Klassefeldern zu messen. Nervosität ist normal, aber gerade ein hoffnungsvoller Werfer wie Julian Brodkorb (U18), der zuletzt bei den Deutschen Winterwurfmeisterschaften im Vorkampf drei Mal patzte, schlug sich hervorragend.

Das gilt auch für seine Schwester Tina, die vor kurzem im Hammerwerfen schon mit 39,77 Meter aufhorchen ließ. In Halle verfehlte sie zwar erneut knapp die 40-Meter-Marke, bestätigte aber mit 39,29 Meter ihre aktuell starke Verfassung. Platz 8 unter 15 Teilnehmerinnen war der verdiente Lohn in der WJU 16. Zugleich war sie in Halle die Drittbeste im internationalen Ranking des Jahrgangs 2001 und zweitbeste Deutsche. Derzeit liegt Tina auf Rang 2 der inoffiziellen Bestenliste des DLV.

Von wegen „Hänfling“...

Die Leistungsentwicklung von Hammerwerfer Julian Brodkorb ist erstaunlich. Ein überraschender 8. Platz bei der U18-DM im Vorjahr in Wattenscheid mit 52,37 Meter war aber noch außerhalb der Vorstellung von Weiten jenseits der 60-Meter-Grenze. Trainer-Methusalem Kurt Benner hatte ihn seinerzeit noch als „Hänfling“ bezeichnet. Mag dies auch sein im Vergleich zu anderen schweren Leichtathleten seiner Zunft zutreffen, so zählt er mit seinen Leistungen in diesem Jahr zu den Schwergewichten.

In Halle steigerte Julian Brodkorb seine Bestleitung um über drei Meter auf großartige 59,60 Meter. Dennoch fehlten ihm in diesem Klassefeld 25 Zentimeter an der Finalteilnahme.

Neunter unter 23 Konkurrenten

Enttäuschung? „Der Blick auf die Ergebnisliste ließen ihn aber dann doch strahlen“, berichtete Mutter Eva Brodkorb. Es wurde Platz 9 unter 23 Konkurrenten, vor ihm auch Athleten aus der Ukraine, Schweden, der Tschechischen Republik und Portugal.

Doch das sollte in den letzten ereignisreichen Wochen noch nicht das letzte Wort sein. Zuvor zog es die Familie Brodkorb nach Fränkisch Crumbach. Beim größten Hammerwurf-Meeting Deutschlands setzte Julian noch einen drauf: nach 60,70 Meter schlug das fünf Kilogramm schwere Gerät ein. Platz 4, nur neun Zentimeter fehlten zum Podest. Seine Schwester Tina blieb mit Platz 9 unter ihren Möglichkeiten.

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