SV 04 Attendorn empfängt Angstgegner Meinerzhagen

Günter Klandt und Simon Meurer
Timo Winheller will die drei Punkte.
Timo Winheller will die drei Punkte.
Foto: WP
Mit dem Nachholspieltag vom vergangenen Wochenende wurde in der Fußball-Bezirksliga 5 die Hinrunde komplettiert. Am Sonntag steht nun der zweite Durchgang der Rückrunde auf dem Programm.

Kreis Olpe.  Einfach wird es dabei für Tabellenführer SV 04 Attendorn nicht. Die Winheller-Elf empfängt an der Wiesbadener Straße ihren Angstgegner RSV Meinerzhagen (Sonntag 15 Uhr). Es dauerte immerhin drei Jahre bis Attendorn den RSV einmal wieder mit 3:1 besiegen konnte. „Ich habe gehörigen Respekt vor der Mannschaft. Die kann an einem guten Tag jede Mannschaft in der Liga schlagen,“ warnt Winheller.

Die Schwächen des RSV liegen in der Defensive, doch Vorsicht ist geboten bei den sehr guten Einzelkönnern Jan Marczinkowski, Artur Krämer, Tim Odzewalski und Ömer Yilmaz. Winheller: „Letztendlich aber lautet unser Ziel, den ersten Platz zu verteidigen, denn unser Verfolger Kierspe wird sich gegen Netphen keinen Patzer erlauben.“ Winheller ist froh, wenn er auf Grund der Verletztensituation überhaupt eine schlagkräftige Truppe zusammen stellen kann. Fehlen werden definitiv Martin Mucha (Leiste) und Raffael Klein (Muskelfaserriss). Hinter Thomas Jantz (Leistenprobleme) und Timo Winheller (Knie) stehen noch große Fragezeichen.

Drolshagener Wechselbad

Zum Auftakt des Fußballjahres 2014 erlebte Oliver Kalisch, Trainer des SC Drolshagen, ein Wechselbad der Gefühle. In Meinerzhagen führte seine Elf bereits nach einer halben Stunde mit 2:0 und musste dann noch über das 3:3 wenige Sekunden vor dem Abpfiff froh sein. „Eine verrückte Begegnung. Das Unentschieden geht unter dem Strich aber in Ordnung“, befindet Kalisch. Am Sonntag (15 Uhr) gastiert der letztjährige Landesligist TSV Weißtal an der Eulenbuche, der den Drolshagenern im Hinspiel eine empfindliche 1:4-Niederlage zugefügt hatte.

Weißtal startet am Sonntag erst

„Meine Spieler brennen auf eine Revanche“, erklärt Kalisch, „das ist ein Sechs-Punkte-Spiel für uns. Durch einen Erfolg könnten wir uns im oberen Tabellendrittel festsetzen.“ In welcher Verfassung sich die Weißtaler momentan befinden, weiß niemand so recht. Die Siegerländer haben sich in der Winterpause verstärkt und starten erst morgen in den regulären Spielbetrieb der Liga.

Hinter den Verantwortlichen und Spielern des VSV Wenden liegt eine turbulente Woche. Zuerst machte die Trennung von Kapitän Michael Henzel die Runde, im Anschluss folgte die 0:2 Heimniederlage gegen das Kellerkind Klafeld-Geisweid. VSV Trainer Peter Bäumgen: „Die Geschichte mit Michael Henzel ist für mich und den Verein abgeschlossen. Er wird definitiv nicht mehr für Wenden auflaufen. Über die blutleere Vorstellung vor heimischem Publikum habe ich mit der Mannschaft gesprochen. Wir müssen jetzt Charakter zeigen, uns über Zweikämpfe in das Spiel beißen und schnellstmöglich zurück in die Spur finden.“

Timo Halbe darf wieder

Ganz einfach wird das nicht. Wendens Top-Torjäger Timo Halbe kehrt nach seiner Rotsperre wieder zurück in das Team. Hinter den Einsätzen von Marcel Walker und Florian Schwarz stehen Fragezeichen.

Dem FSV Gerlingen ist der Kaltstart mit dem 3:0 gegen RW Lüdenscheid geglückt. Mit einer ähnlich couragierten Vorstellung würde die Truppe vom Bieberg beim punktgleichen Tabellennachbarn SC Lüdenscheid einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Trainer Thomas Lichtenthäler: „Für uns gehen die Lüdenscheider-Wochen weiter. Die Leistung gegen Rot-Weiß lässt hoffen, dass wir auch beim SC Lüdenscheid einen Punkt mitnehmen können.“

Gerlingen mit vielen Ausfällen

An das Hinspiel jedoch erinnert sich Lichtenthäler nur äußerst ungern: „Nach einer klaren 2:0-Halbzeitführung verlieren wir zu Hause noch mit 2:4.“ Auch nach der Winterpause ist die Verletztenliste der Gerlinger lang. So fehlen unter anderem Benedikt Rademacher, Andre Zeppenfeld, Tim Weber, Nicolas Clemens und Stephan Stettner. Lichtenthäler behält dennoch seine Humor: „Die Aufstellung erledigt sich bei uns fast wie von selbst.“