SC LWL 05 will sein eigenes Ding durchziehen

Co-Trainer Patrick Florath (links) und Cheftrainer Jörg Rokitte (rechts) mit den Neuzugängen (von links) Pascal Extremera, Fabian Fricker, Jonas Ermes und Denis Pachutzki.
Co-Trainer Patrick Florath (links) und Cheftrainer Jörg Rokitte (rechts) mit den Neuzugängen (von links) Pascal Extremera, Fabian Fricker, Jonas Ermes und Denis Pachutzki.
Foto: WP
Auch beim Neu-Bezirksligisten SC LWL 05 darf wieder geschwitzt werden. Am Freitagabend bat Trainer Jörg Rokitte seine „Aufstiegshelden“ zum ersten Training auf dem Kunstrasenplatz in Weltringhausen. Mit dabei waren ein alter Bekannter, zwei A-Jugendspieler aus der eigenen Talentschmiede und ein Transfercoup.

Weltringhausen..  Mit seinen 1,98 Metern war Jonas Ermes nicht zu übersehen. Der 23-jährige Schlussmann mit Regionalliga-Erfahrung zuletzt bei Alemannia Aachen ist einer von gleich drei Torhütern, die Jörg Rokitte und sein bewährtes Team mit Co-Trainer Patrick Florath und Torwarttrainer Georg Goldammer beim Auftakt der Vorbereitung präsentieren konnten.

Jonas Ermes, der in Bochum Wirtschaftswissenschaften studiert und in Köln wohnt, hat das „Kapitel Profifußball“ abgehakt und will sich ganz auf sein Studium konzentrieren. „Der Beruf steht im Vordergrund“, berichtete der Rönkhauser, der mit Starallüren nichts am Hut hat.

Mit Christian Florath spielt sein bester Freund bei LWL. Und der hat Jonas Ermes „bearbeitet“, als sich sein Abschied aus Aachen abzeichnete. Bei der Spielgemeinschaft aus Windhausen, Neu-Listernohl und Lichtringhausen hat der 23-Jährige viele gute Bekannte. „Die Mannschaft ist charakterlich überragend“, zollt der Neuzugang mit sportlicher Vergangenheit beim VfL Bochum dem Rokitte-Team ein dickes Lob. Beim Bezirksliga-Aufsteiger steht für Ermes der „Spaß am Fußball“ im Vordergrund.

Drei Torwarte

Mit dem in Köln studierenden Ingmar Klose, dem Torhüter der Aufstiegssaison 2014/15, bildet Jonas Ermes eine Fahrgemeinschaft. Seiner bisherigen Nummer 1 zwischen den Pfosten stellt seinerseits Trainer Jörg Rokitte ein großes Kompliment aus. „Das hätte nicht jeder gemacht, sich dieser Herausforderung zu stellen.“ Wobei laut dem Vorsitzenden Gilbert Florath noch keine Entscheidung gefallen ist, wer in der neuen Saison im Tor steht. „Der Bessere spielt“.

Mit dem aus der A-Jugend gekommenen Fabian Fricker hat der SC LWL 05 noch einen dritten Torwart in der Hinterhand. Der Konkurrenzkampf ist jedenfalls eröffnet. „Die Jungs freuen sich drauf“, ist Rokitte überzeugt. Damit dürfte auch der personelle Engpass auf der Torhüterposition, als Ingmar Klose in der vergangenen Serie verletzt ausfiel, vergessen sein.

Mit Denis Pachutzki kehrt ein „alter Bekannter“ nach Weltringhausen zurück. Der 24-jährige Mittelfeldspieler hatte immer wieder Verletzungspech. „Der Junge ist topfit“, freut sich Vereinschef Florath über den Ex-Wattenscheider. Nach einem längeren USA-Aufenthalt will es Pachutzki beim Aufsteiger wieder wissen. Pascal Extremera wechselt aus der in der Bezirksliga spielenden A-Jugend in den Seniorenbereich und fühlt sich im linken Mittelfeld zu Hause.

Heuel mit 29 Jahren der Älteste

Alle „Neuzugänge“ sind jung und passen ins Anforderungsprofil und zur Vereinsphilosophie. Mit seinen 29 Jahren ist Bastian Heuel mittlerweile der älteste Spieler des Bezirksliga-Aufsteigers.

Auf die „Aufstiegseuphorie“ im Rücken will sich der erfahrene Trainer Jörg Rokitte nicht verlassen. „Wir wollen versuchen, unseren Gegnern alles abzuverlangen“, setzt Rokitte auch eine Klasse höher auf die Spielstärke seiner jungen Mannschaft. Angst vor großen Namen hat der Aufstiegstrainer nicht. „Wir wollen unser eigenes Ding durchziehen“.

Geheimtipp Kaan II

„Die Wendener Klubs werden alle oben mitspielen“, ist der in Wenden wohnende Jörg Rokitte überzeugt. Einen „kleinen Geheimtipp“ hat der Übungsleiter mit Oberligavergangenheit bei RW Lennestadt auch: Mitaufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn II. Sollte die Bezirksliga 5 nach dem Rückzug von Siegen II wirklich mit 15 Mannschaften in die Saison gehen, fände Jörg Rokitte das „schade“. „Grundsätzlich ist es immer schlecht, mit einer ungeraden Zahl von Teams in einer Klasse zu spielen“, hat der LWL-Trainer mit 15er-Ligen keine guten Erfahrungen gemacht.

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