Petros Kominos tritt in Dünschede zurück

Petros Kominos
Petros Kominos
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Überraschend und mit sofortiger Wirkung legte Petros Kominos sein Traineramt beim Fußball-A-Kreisligisten Sportfreunde Dünschede nieder. Ein Nachfolger wurde noch nicht vorgestellt.

Dünschede..  In beiderseitigem, freundschaftlichen Einvernehmen hätten sich am Dienstagabend beide Vertragspartner getrennt, heißt es.

„Ich möchte ein Zeichen im augenblicklichen Abstiegskampf setzten,“ sagte der 30-jährige Kominos am Mittwoch im Gespräch mit unserer Zeitung, „die Mannschaft kann sich noch retten, sie muss so schnell wie möglich neue Kräfte sammeln und neue Ideen entwickeln, um dem Abstieg zu entgehen.“

Petros Kominos hoffe, wie er sagte, „dass die Sportfreunde kurzfristig einen Trainer finden, der genügend Elan mitbringt, diese Vorgaben zu erfüllen.“ Zwölf Meisterschaftsspiele hat der SF-Vorstand dazu noch Zeit.

Schwer wie noch nie

Auch Kominos stieg einst im Abstiegskampf als Trainer bei den Dünschedern ein. Damals allerdings noch in der Fußball-Bezirksliga. „Als ich vor sechs Jahren die damalige Bezirksligamannschaft übernahm, da war die Zeit zu knapp, um uns noch einmal zu berappeln“, erinnerte er sich. Am Ende stand aber dann doch der Abstieg in die Kreisliga A.

Petros Kominos übernahm die Mannschaft seinerzeit von Ralf Arens, der nur vier Spiele lang an der Linie stand und seinerseits das Ruder im Repetal von Jörg Hildebrandt übernommen hatte.

So schwer wie in diesem Jahre hatten es die Sportfreunde noch in keiner Saison. Mit nur zwei Siegen aus 18 Spielen stehen die Dünscheder auf dem letzten Platz der Kreisliga A. Vorstandsmitglied Andre Benzinger: „An die B-Liga wollen wir erst gar nicht denken. Das wichtigste ist, dass die Mannschaft will und dass sie eindeutig signalisiert: Jetzt erst recht! Wir können das Ruder noch herumreißen.“

Ausgleich in der Nachspielzeit

Symbolisch für die Dünscheder Misere war der vergangene Sonntag. Das 2:2 gegen die ebenfalls gefährdete Spielvereinigung Olpe II. Benzinger: „Wir bettelten regelrecht nach dem Ausgleich, der dann in der 94. Minute auch fiel. Wenn man einmal unten steht, dann geht viel daneben.“

Zudem trug großes Verletzungspech zur derzeitigen Situation bei. „Wir haben mit vielen Ausfällen leben müssen,“ blickt Andre Benzinger zurück. Betroffen war auch Spielertrainer Petros Kominos selbst. Auf die Rückkehr des schwer verletzten Spielertrainers wartete man in Dünschede lange. Doch dessen Genesung zog sich hin. Und als er testweise ein Spiel in der zweiten Garnitur der Dünscheder Sportfreunde mitmachte, hielt sein Knie nicht. Weiterhin zählen Sergej Neu, der 2. Torwart Kai Buhs und Manuel Ritter zu den Langzeitverletzten.

Petros Kominos wird nun seine Trainer B-Lizenz in Angriff nehmen. Vorstandsseitig sind Gespräche mit einem neuen Trainer geführt. Der Vorstand wird sich in Kürze entscheiden und sich erst äußern, wenn dann alles wasserdicht ist.

 

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