Marina Wagner peilt im Sand an der Ruhr erneut das Treppchen an

Laura Schneider (links) und Marina Wagner im Indoor-Outfit
Laura Schneider (links) und Marina Wagner im Indoor-Outfit
Foto: WP

Essen.  Sie spielten in der letzten Hallensaison in der 2. Bundesliga schon gegeneinander, jetzt treffen sie – je nach Spielplan möglicherweise direkt – auch bei den Westdeutschen Meisterschaften auf Sand am Baldeneysee in Essen aufeinander: Marina Wagner und Laura Schneider, beide aus der „Volleyball-Schule“ des VC SFG Olpe hervorgegangen, jetzt in Diensten der DSHS SnowTrex Köln (Marina) bzw. des TSV Bayer Leverkusen (Laura).

Nach vielen erfolgreichen Jahren in der Halle haben sie nun auch im Freien Blut geleckt, Beach-Volleyball soll sich zu einem zweiten Standbein entwickeln.

Die aus Altenkleusheim stammende und Wahl-Kölnerin Marina Wagner ist schon einen Schritt weiter als die noch in Ottfingen wohnhafte Laura Schneider.

Marina hat schon im Vorjahr enorme Erfahrungen auf Sand gesammelt, errang mit ihrer Partnerin Silke Schrieverhoff bei den letztjährigen Westdeutschen Meisterschaften bereits den 3. Platz und hofft natürlich auch jetzt, an der Ruhr wieder auf dem Treppchen zu stehen. In der WVV-Rangliste liegen sie schon knapp vorne – und das soll so bleiben, auch wenn sie es nicht expressis verbis gerade aussprechen.

Große Stücke hält auch ihr Heimtrainer Jimmy Czimek von den beiden Sportlerinnen: „Marina und Silke haben großes Volleyball-Potential – nicht nur in der Halle, sondern auch im Sand. Das haben sie bereits in der letzten Beach-Saison angedeutet. Doch ich bin mir sicher, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist.“ Für Laura und ihre Partnerin Stefanie Prange de Oliveira (Brasilien/SSF Fortuna Bonn) gelten in Essen ganz andere Vorzeichen. Sie wühlen sich in diesem Sommer zum ersten Mal so richtig durch den Sand und haben es im WVV-Ranking auf Platz 16 vorgearbeitet. „Wir haben eine Mail vom Ausrichter erhalten. Der hat uns schon zur Qualifikation gratuliert. Wir sind direkt im Hauptfeld,“ freut sich die 20-jährige Ottfingerin auf ihre erste große Meisterschaft.

Für Laura Schneider steht, unabhängig vom Ausgang in Essen, fest: „Wir werden definitiv weiter beachen.“ Ottfingen und Brasilien – da liegen Welten, zumindest aber der Atlantik dazwischen, jetzt ist es nur noch der Rhein. Doch das Duo scheint sich gesucht und gefunden zu haben. Und dieses Paar ist vor allem in Anbetracht des Alters noch ausbaufähig.

 
 

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