Marek Lesniak wird Trainer bei der SpVg Olpe

Marek Lesniak (2. von rechts) mit den Olper Verantwortlichen Jörg Hennecke, Björn Schneider und Ludger Heuel (von links) im Klubhaus am Kreuzberg.
Marek Lesniak (2. von rechts) mit den Olper Verantwortlichen Jörg Hennecke, Björn Schneider und Ludger Heuel (von links) im Klubhaus am Kreuzberg.
Foto: WP
Was wurde spekuliert und diskutiert in der Fußballszene! Jetzt ist es schließlich raus. Am Montag Abend wurde die wohl spannendste Personalie dieses Fußballsommers offiziell: Marek Lesniak (51) wird ab der kommenden Saison neuer Trainer des Westfalenliga-Aufsteigers SpVg Olpe.

Olpe..  Da ist den Verantwortlichen Kreuzberg-Klubs nicht nur eine faustdicke Überraschung gelungen, sondern auch die Verpflichtung eines Mannes mit einem klangvollen Namen im Profifußball. Gestern Abend wurde der kommende Trainer dem Kader, der am heutigen Dienstag auf Mannschaftsfahrt geht, im Klubhhaus vorgestellt.

Ludger Heuels Schlüsselrolle

Marek Lesniak war jahrelang Profi, unter anderem bei Bayer 04 Leverkusen, SG Wattenscheid 09, als die noch in der Bundesliga spielte, dazu beim TSV München 1860 und bei Bayer 05 Uerdingen. In Polen wurde Marek Lesniak 1987 Torschützenkönig im Trikot des Erstligisten Pogon Stettin. 1988 kam Marek Lesniak nach Deutschland. Seine erste Station war Leverkusen. Für die Bayer-Elf spielte er 117 Mal und erzielte 19 Tore.

Wie kam die SpVg Olpe auf einen derart bekannten Trainer? Die Schlüsselrolle hatte Vorstandsmitglied Ludger Heuel inne. „Ich habe von einem guten Bekannten einen Tipp bekommen, dass ein Trainer frei ist, der in der Nähe wohnt und an dem wir nicht vorbeikommen können“, berichtete Ludger Heuel, „der sagte mir, er sei mit seiner ganzen Vita prädestiniert für die SpVg Olpe.“ Die Chemie habe nach wenigen Minuten gestimmt.

Seit 2002 ist Marek Lesniak Trainer. Seine erste Station war die SSVg Velbert. In der vergangenen Saison trainierte er die A-Junioren vom FV Wiehl im Oberbergischen Kreis. Dort war er zudem Berater für den Seniorenbereich. In Wiehl lebt Marek Lesniak zurzeit auch. Das heißt: Eine recht kurze Anfahrt nach Olpe.

Entwicklung in Olpe beobachtet

Lesniak freut sich auf die neue Aufgabe. „Ich bin froh, wieder als Trainer einer ersten Mannschaft in der Westfalenliga trainieren zu dürfen. Auf so eine Chance warten bestimmt viele andere Trainer. Ich bin dankbar, dass der Vorstand sich für mich entschieden hat. Jetzt muss ich beweisen, dass sich die Herren nicht in mir getäuscht haben.“

Gesehen hat Marek Lesniak seine künftige Mannschaft noch nicht, aber er hat die Entwicklung bei der SpVg Olpe seit zwei, drei Jahren beobachtet. „Ich bewundere die Kontinuität im Verein“, sagte er gestern, „und dass die SpVg Olpe nach dem verpassten Aufstieg letztes Jahr in der Relegation nicht alles über den Haufen geworfen hat.“

Auch Vorstandsmitglied Jörg Hennecke freut sich auf den neuen Trainer. „Wenn die Spieler einiges von Marek Lesniak übenehmen, wird sich die Mannschaft auf jeden Fall verbessern,“ sagte er und verwies schmunzelnd auf drei Tore, die Lesniak mal für die SG Wattenscheid gegen den FC Bayern München erzielt hatte.

Ruhmreiche Geschichten dieser Art hört Marek Lesniak gern, doch hat er damit abgeschlossen. „Die alten Zeiten spielen für mich keine Rolle mehr. Das sind schöne Erinnerungen, die Zeiten kommen nicht wieder.“ Was zähle, sei jetzt nur noch die Gegenwart.

Trainersuche hervorragend gelöst

Und die ist Westfalenliga. Höhere Ambitionen hegt er aktuell nicht. „Trainer von Real Madrid werde ich wohl nicht mehr,“ lachte er.

Auch Björn Schneider, sportlicher Leiter, ist froh, dass die SpVg Olpe Marek Lesniak als Trainer gewinnen konnte. „Wir sind auf jeden Fall gut aufgestellt. Marek hat bewiesen, dass er weiß, wo das Tor steht.“ Ludger Heuel ist zuversichtlich, dass Marek Lesniak die Erwartungen erfüllen wird.

Viel verändern will Marek Lesniak zunächst nicht. „Höchstens zwei Neue,“ sagt der künftige Trainer, „zu viele machen die Mannschaft nicht besser. Das könnte dann eher Probleme geben.“

Marek Lesniak nimmt die Herausforderung an. Sein Ziel: „Ich möchte so lange wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben,“ so drückte er es gestern aus. „Platz neun oder zehn“ sollte es schon sein. „Wenn es elf oder zwölf wird, ist mir keiner böse.“ Die Mannschaft könne ohne Druck spielen. Lesniak: „Ich nehme den ganzen Druck auf mich.“

In die Freude bei der SpVg Olpe mischt sich Erleichterung. Verständlich: Der Rücktritt von Trainer Ottmar Griffel hat den Klub eher unvorbereitet erwischt. Erst Anfang Juni hatte Griffel bekannt gegeben, 2015/16 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Da eilte es bei der Trainersuche. Diese Aufgabe hat die SpVg Olpe hervorragend gelöst.

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